Selbstverständlich
hält ein Hundewinter oder Schmuddelwetter
auch etwas für Stubenhocker parat.
Sie haben es im Winter gerne mollig warm in Ihrer Wohnung?
Ihr Hund kann im Gegensatz zu Ihnen nicht sein Fell
ausziehen. Drehen Sie deshalb in den Aufenthaltsräumen
Ihres Hundes die Heizung nicht zu hoch.
Wenn es draußen
schüttet oder ein Schneesturm um die Häuser
pfeift, fragen sich Hundebesitzer
- Wie beschäftige ich meinen Hund sinnvoll?
- Was kann ich tun, damit er wirklich ausgelastet ist?
Indoor-Spiele halten
Herrn und Hund im Haus auf Trab und bringen jede Menge
Spaß.
Die Spiele sollten mit wenig Material und vor allem
mit einem geringen Platzbedarf auskommen. Immer nur
kurze Spiele mit einzelnen Übungen! Hunde zeigen
sich, wenn sie etwas können, leicht übermotiviert.
Indoor-Spiele mit dem Hund sollten so gestaltet sein,
dass die Wohnung vor lauter Übereifer keinen Schaden
nimmt!
Einige Spiele eignen
sehr gut in kleinen Wohnungen
Beispielsweise die verschiedensten Suchspiele wie das
Verstecken von Gegenständen und Leckerli.
Den Versteckmöglichkeiten sind in einer Wohnung
kaum Grenzen gesetzt.Unter dem Sofa, Sessel, Stuhl oder
auch Teppich, in alten Kissen, Decken oder Tüchern,
die man auf den Boden legt.
Wo ist das Leckerli
Nehmen Sie drei Plastikbecher, stellen diese umgedreht
auf den Boden und verstecken unter einem ein Leckerli.
Ihr Hund kann das Ganze ruhig beobachten. Dann vertauschen
Sie die Becher mehrmals, anschließend muss Ihr
Hund den Becher anzeigen unter dem das Leckerli versteckt
ist.
Verstecken und suchen
lassen
Es wird ein Gegenstand versteckt
den der Hund besonders mag (Lieblingsspielzeug) oder
vom Geruch her kennt (Schmusedecke oder Leckerlie).
Beginnen Sie möglichst leicht, da für den
Hund das Erfolgserlebnis zählt.
Verstecken Sie am Anfang den Gegenstand im selben Zimmer
in dem sich derzeit auch der Hund aufhält. Geben
Sie das Kommando „Sitz und Bleib“. Wenn
Sie den Gegenstand versteckt haben geben Sie das Kommando
„Such“. Sobald der Hund das Versteck gefunden
hat wird er ausgiebig belohnt. Später schicken
Sie den Hund in ein anderes Zimmer und holen ihn erst
wenn Sie den Gegenstand versteckt haben.
Kleine Hundeschule
Schmuddeltage lassen sich auch hervorragend, für
das Trainieren der Grundkommados wie "Sitz",
"Platz", "Bleib" oder "Komm",
nutzen. Die Konzentration und Lust Ihres Hundes lässt
nach ca. 10 Minuten nach. Geben Sie ihm "schulfrei"
zwischen den Übungseinheiten.
Die Haushaltshilfe
Beherrscht Ihr Hund das Apportieren, lassen Sie Ihn
Ihre Zeitung holen, Ihre Hausschuhe oder alte Wäscheteile
zur Waschmaschine tragen. Zeigen Sie Ihrem Hund das
er eine Aufgabe hat, dass er gebraucht wird, dass er
wichtig ist. Das fördert sein Selbstvertrauen,
er wird es Ihnen danken. Bitte überfordern Sie
ihn nicht, schimpfen Sie nicht mit ihm.
Geduldsspiel
Der Hund soll sitzen, ich lege ein Leckerchen vor ihn
auf den Boden, oder wenn ich selbst sitze, auf mein
eigenes Knie. Der Hund darf es erst auf Kommando nehmen.
Schon bald wird der Hund lernen, Blickkontakt aufzunehmen,
um moeglichst schnell das O.k. zu bekommen.
Unterscheidungsspiel
Der Hund lernt einzelne Gegenstände zu unterscheiden,
z.B. Ball, Stofftier, Leine, Schachtel, Taschentuchpackung,
Buch, Schuh. Erst legt man ihm nur je einen Gegenstand
hin, sagt z.B. "Bring Schlüssel!". Danach
zwei Gegenstände und erst wenn er sicher den gewünschten
Gegenstand auswählt, fügt man einen weiteren
dazu und belohnt Ihn mit Leckerli und Stimme.
Dem Vierbeiner in der
Wohnung kleine Kunststückchen beizubringen
Der Hund kann beispielsweise lernen, sich schlafend
zu stellen. Als erstes muss der Hund das Kommando „Platz“
beherrschen. Im nächsten Schritt wird er vorsichtig
auf eine Seite gelegt.Zusätzlich gibt man die Befehle
„Bleib“ und „Schlafen“, damit
der vierbeinige Lehrling in dieser Position liegen bleibt.
Ständiges Loben nicht vergessen. Ein ruhiger
„Trainer“ ist für viele Hunde bereits
die halbe Miete.
Hat der Hund begriffen, worum es geht, wird bald nur
noch das Kommando „Schlafen“ genügen
und der Hund legt sich sofort auf die Seite und stellt
sich schlafend. Mit etwas Einfallsreichtum wird man
für einen eifrigen Hundeschüler noch eine
Fülle weiterer Kunststückchen finden.
Allgemein
- Legen Sie die Regeln für das Spielen mit Ihrem
Hund fest, den Beginn und auch die Dauer.
- Reagieren Sie nicht, wenn Ihr Hund ohne Aufforderung
eine Spielübung absolviert. Sie legen fest, wann
es losgeht.
- Überfordern Sie Ihren Hund nicht mit neuen
Übungen. Geduld.
- Spielen Sie immer nur kurze Zeit.
- Bestehen Sie darauf, dass Ihr Hund jede Spieleinheit
mit einem „Sitz“ oder „Platz“
beginnt. So vermeiden Sie Übereifer.
- Bleiben Sie im Raum, wenn Kinder mit Ihrem Hund
spielen.
- Kein falscher Ehrgeiz! Spielen soll dem Hund Spaß
machen.
/rk |