| Synthetische
Pheromone lassen Hunde entspannen.
Besonders unsere Hunde leben in einer Geruchswelt bestehend
aus Düften und Pheromonen.
Pheromone sind Duftstoffe, die auch bei Menschen unbewusst
wahrgenommen werden(unterhalb der Wahrnehmungsschwelle).
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass
Mensch und Tier bereits auf minimale Mengen an Pheromonen
reagieren, die sich im Pikogramm-Bereich bewegen. Ein
Pikogramm ist die kaum vorstellbare verschwindend kleine
Menge von einem Billionstel Gramm.
Die
Pheromone werden nicht von den üblichen Riechzellen
aufgenommen, sondern von einem speziell
dafür bestimmten Zellsystem, das man Jacobsonsches
Organ
nennt.Es besteht aus einem winzigen Sensor am Eingang
der Nasenhöhle, funktioniert aber trotz seiner
geringen Größe wie ein komplett ausgestattetes
Sinnesorgan.
Die Informationen aus den Zellen werden in erster Linie
nicht im Riechhirn verarbeitet wie die sonstigen Gerüche
oder Düfte. Sondern sie dringen - unbeeinflusst
vom menschlichen Intellekt - direkt in den „Sitz
der Gefühle“ ein, in den Hypothalamus, in
diejenige Hirnregion, die das ganze Hormonsystem steuert.
Untersuchungen zufolge ist aggressives und dominantes
Verhalten vom Vorhandensein einer ausreichenden Menge
von Androgenen im Blutkreislauf und im zentralen Nervenssystem
abhängig.Diese hochwirksamen Medikamente gehören
deshalb in die Hand des erfahrenen Tierarztes. Sie sind
kein Allheilmittel für jegliches Problem.Eine sorgfältige
Analyse des jeweiligen Verhaltensproblems muss jedem
therapeutischen Einsatz vorausgehen.Das Sozialverhalten
von Mensch und Tier wird mit Pheromonen beeinflusst.
In
der Tiermedizin stehen einige dieser Pheromone, synthetisch
hergestellt, als Arzneimittel zur Verfügung und
werden von Tierärzten zunehmend eingesetzt.
"Senta fürchtet sich vor Gewittern und zu
Silvester ist es ganz besonders schlimm. Sie verkriecht
sich im hintersten Winkel der Wohnung oder versucht,
sich im Bett zu verstecken. Es wird mit jedem Jahr schlimmer.Sie
knurrt und bellt, und wenn sie jemand streicheln will,
schnappt sie sogar."
Ein Weg in der Verhaltensmedizin
ist der Einsatz spezieller Geruchsstoffe.
Diese Pheromone werden von der Hündin während
der Säugeperiode produziert und haben eine entspannende
Wirkung.Während der Entdeckungszeit sucht der Welpe
immer wieder Kontakt zur Mutter, deren Beruhigungs-Pheromon
ihn emotional stabilisiert und beruhigt.
Für uns Menschen und andere Tierarten sind diese
Pheromone absolut geruchlos.
Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Pheromone auch
bei erwachsenen Hunden angstlösend wirken.Eine
Verbesserung des ängstlichen Verhaltens konnte
beobachtet werden.In einem Großteil der Fälle
waren die Ängste nach einem Zeitraum von 16 Wochen
ganz behoben.
Die Wirkung einer Pherotherapie tritt erst nach einiger
Zeit ein und sollte über einem längeren Zeitraum
angewendet werden.
In einer Wohnung, die
mit dem Pheromon beduftet wird, entspannen sich die
Hunde leichter und sind damit auch besser zu therapieren.
Auch das Eingewöhnen in eine neue
Umgebung fällt den Tieren mit dem mütterlichen
Duft in der Nase leichter.Bei einigen wirkt es und sie
sind entspannt, aber bei einigen nicht.
Ein Zitat:"als
ersatz zum selbsttraining oder als allheilmittel würde
ich den pheromon stecker nicht ansehen. doch von vielen
anderen haltern habe ich schon gehört das der stecker
bei der katze und auch beim hund wirklich gut anschlägt
und einfach das wohlfühlen des tieres erleichtert.
ich sehe es als gelungenes zusatzmittelchen an."
Weitere therapiebegleitende Maßnahmen, bei der
Behandlung von stressbezogenen Problemen sind Bachblüten
und homöopatische Rezepturen.
Im Jahr 2001 erschien
wissenschaftlicher Fachartikel in den Neuroendocrinolgy
Letters, der mit einem Wissenschaftspreis ausgezeichnet
wurde. In dieser Publikation ist der
Stand der Pheromon-Forschung aus medizinischer und verhaltensbiologischer
Sicht dargelegt. Im Schlusswort stellen die Autoren
fest: Das menschliche Leben und Verhalten werde durch
Pheromone beeinflusst, unabhängig davon, ob uns
dies bewusst ist oder nicht. Die ausgelösten hormonellen
Reaktionen dominieren die sozialen Interaktionen. Menschliche
Pheromone hätten ein größeres Potenzial
als alle anderen Reize aus der Umwelt, die Physiologie
im Körper und dadurch auch das Verhalten des Menschen
zu beeinflussen.
Bachblüten für Hunde
©rk
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