Auf
manchen Wegen ist es alles andere als einfach,
den überall verteilten Hundehaufen auszuweichen.
Wer seinen Hund einfach auf Gehwegen, Liegewiesen
oder Kinderspielplätzen „machen“
lässt, macht sich damit keine Freunde. |
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Warum
treten Hunde nie in Hundehaufen?
"Weil eine Hundedame sich niemals mit einem
Hundehaufentreter eingelassen hat. Somit wurde
dieser Hundetyp von der Evolution aussortiert",
vermutet Bernd Hübler aus Wissen. Diese Yorkshireterrier-Ladys
würden angesichts eines Haufentreters jedenfalls
nur angewidert die Hundenase rümpfen .
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Mit den Folgen des Liegenlassens
haben selbst saubere Hundehalter zu kämpfen. Wenn
sie auch nur in die Nähe eines Spielplatzes kommen,
fürchten viele gleich neue Tretminen und suchen
die Konfrontation. Hundehalterin Tanja F. hat dafür
Verständnis: „Ich selber ärgere mich
genauso drüber. Bei uns ist es zum Beispiel so,
im Vorgarten hatten wir letztens einen Riesenhaufen,
oft liegen auch große Haufen direkt vor dem Gartentor.
Wenn ich das sehe, dann motze ich den Halter auch an,
genau wie es ein Nicht-Hundehalter tun würde.“
Besonders schwer haben es Hund und Halter in der Stadt.
Denn hier treffen viele Hunde zusammen, da es nur wenige
Auslaufflächen gibt. Allein in Düsseldorf
hinterlassen 19.000 gemeldete Hunde beinahe fünf
Tonnen Kot täglich.
Den Kot einfach liegen zu lassen, kann ganz schön
teuer werden: Mindestens 75 Euro kostet es, wenn man
in Düsseldorf dabei erwischt wird, in Köln
sind es 250 Euro. Das gilt auch, wenn man Hundesteuer
zahlt. Denn die ist nicht zweckgebunden und darf deshalb
nicht als Bezahlung für die Kotentsorgung angesehen
werden.
Damit
der Dreck gar nicht erst zum Problem wird,
haben Tanja F. und Natascha S. immer genügend
Plastikbeutel dabei und räumen die Häufchen
ihrer Hündinnen sofort weg.
Die Labradormix-Hündin
Sardie von Frau S. hat außerdem gelernt, ihr
Geschäft nur auf Grünstreifen zu verrichten,
Spielplätze meidet sie grundsätzlich. |
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Weil das Wegräumen
aber nicht für alle Halter so selbstverständlich
ist, versuchen manche Städte, sie
mit kostenlosen Tüten aus Spendern dazu zu motivieren.
Die Rentnerin Luise C. liebt Hunde, konnte aber den
Dreck vor ihrer Haustür nicht mehr sehen. Deshalb
regte sie in Düsseldorf die Aufstellung der „Robidog“
genannten Spender an und übernahm eine Patenschaft
für einen von ihnen. Viele Hundebesitzer ziehen
zwar die Tüten und benutzen sie auch, entsorgen
sie dann aber nicht im Müll, sondern im nächsten
Rinnstein. Luise C. dazu: „Wenn dann ein Auto
da drüber fährt, wird es richtig ekelig.“
Leider fallen die Tütenspenderautomaten häufig
auch dem Vandalismus zum Opfer. In der Ruhrgebietsstadt
Herne wurden beispielsweise vor einigen Jahren ebenfalls
Tütenspender aufgestellt. Weil sie aber ständig
beschädigt und die Beutel in der ganzen Umgebung
verteilt wurden, stellte man das Projekt wieder ein.
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Sandgefüllte
Hundetoiletten, wie sie beispielsweise im Düsseldorfer
Stadtteil Flingern aufgestellt wurden, erwiesen
sich als schlechte Alternative.
Hier sammelt sich so viel Kot, dass empfindlichere
Hunde sie meiden. Letztlich ist den Vierbeinern
wohl ein Freiluftklo im Grünen am liebsten.
Was eigentlich kein Problem ist, solange die Hundebesitzer
dieses peinlich sauber halten.
Von Andrea Tamfal |
Warum treten Hunde nie
in Hundehaufen?
"Naja, wir treten ja auch nicht in unsere eigenen
Toiletten, oder? Der Geruch ist für Hunde noch
wahrnehmbar, wenn wir lange nichts mehr riechen, und
die Reaktion der Hunde ist dann wie unsere, wenn wir
uns der Gefahr bewusst wären: Sie weichen aus.
Wir hektischen Menschen aber, die wir unseren Blick
für die Welt um uns verloren haben, achten da nicht
so genau auf unseren Weg und - zack - ist der Anzug
versaut", sagt Theo aus Lübeck.
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