Afghanischer Windhund – elegant, stolz und würdevoll
Der
Afghanische Windhund gilt als echter Aristrokrat. Er
gehört der FCI-Gruppe 10 an und ist auch unter
dem Namen “Kabul-Hund” bekannt. Schlank,
groß, mit schmalem, edlem Kopf und seidigem Fell,
ist der imposante Vierbeiner ein majestätischer
Anblick.
Afghanische Windhunde entstammen ursprünglich
dem Hochland des Hindukusch. Die Nomaden züchteten
bereits 4000 v. Ch. den Vorfahren des heutigen Windhund-Typs.
Er galt als Kostbarkeit und wurde von den Nomaden hoch
geschätzt. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts
gelang es, ihn nach Europa zu bringen. Allerdings war
die Ausfuhr offiziell verboten, so das er ins Land geschmuggelt
wurde.
Der Afghanische Windhund ist ein extrem schneller Läufer,
der zu damaligen Zeiten von Hirten als Jäger und
Bewacher für Ziegen, Schafe und Wild eingesetzt
wurde.
Sein dichtes Fell schützte ihn vor extremen Witterungseinflüssen.
Mittlerweile sind sie zu luxuriösen Haustieren
avanciert, die durch ihre aristrokratische Schönheit
auffallen. Der stolze Windhund bewegt sich mit einem
leicht federnden Gang, und fällt durch sein langes
seidenweiches Fell auf. Gezüchtet wird er in den
Farben crème, rötlich, schwarz, schwarz-braun,
schwarz-gescheckt oder silber-schwarz. Die schwarze
Maske ist ein typisches Merkmal des Afghanischen Windhundes.
Auch im interessanten Farbmuster Domino und blauer Farbgebung
ist er anzutreffen.
Der Afghanische Windhund
zeigt ein niedriges Dominanz-Verhalten, gilt als treu
und liebevoll. Er ist mutig und würdevoll,
dabei sensibel und mit einem ordentlichen Schuss Temperament
ausgerüstet. Er gibt sich häufig zurückhaltend,
lässt sich jedoch bei einfühlsamer, konsequenter
Führung leicht sozialisieren. Unabhängig und
stolz fühlt er sich bei einem Besitzer, der sich
eingehend mit seiner Erziehung befasst, ihm immer neue
Aufgaben stellt, am wohlsten. Fremden begegnen Afghanische
Windhunde häufig skeptisch.
Sie bewachen ihr Heim und ihre Familie, sind dabei
aber nicht feindlich gestimmt. Der schöne Afghane
benötigt klare Richtlinien und akzeptiert am Ehesten
einen sanft gestimmten Rudelführer, der beständig
die Führung übernimmt. Geduld und Verständnis
sind bei der Erziehung des exotisch anmutenden Afghanen
ein unerlässliches Kriterium. Es ist ratsam, den
Hund grundsätzlich anzuleinen, da sein angeborener
Jagdtrieb ihn ansonsten zu wilden Hetzjagden animieren
kann.
Oder man hat seinen Hund in jungem Alter so optimal
erzogen, dass er tatsächlich treu und brav zurück
kommt. Wenn es um das Thema Buddeln oder das andere
Geschlecht geht, vergisst der anmutige Afghane schon
mal seine gute Erziehung und neigt zu regelrechten Temperamentsausbrüchen.
In einer Familie sind ältere, rücksichtsvolle
Kinder die idealen Partner für den edlen Vierbeiner.
Er benötigt ein
hohes Maß an körperlicher Bewegung und muss
in dieser Hinsicht voll ausgelastet sein. Lange Spaziergänge
und Jogging-Touren erfreuen den agilen Läufer.
Auch
ein gesicherter, eingezäunter Bereich kommt dem
enormen Bewegungsdrang der Afghanen entgegen. Für
kleine Wohnungen ist er nicht geeignet.
Der Afghanische Windhund kann durchaus im Außenbereich
leben, ist aber sicher froh über einen Schlafplatz
im Haus.
Gesundheitlich ist der Afghane an sich in Topp-Form.
Es sind keine besonderen Auffälligkeiten am Bewegungsapparat
oder in organischer Hinsicht zu erkennen. Die Fellpflege
ist dagegen eine immerwährende Herausforderung.
Das seidige Fell bedarf des steten Bürstens, um
es vor Verfilzungen zu schützen. Der Afghanische
Windhund ist ein intelligenter Partner an der Seite
des Menschen und kann bis zu fünfzehn Jahre alt
werden.
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