Der Airdale – König
unter den Terriern
Zu
früheren Zeiten war das Äußere des Airdale-Terriers
ein völlig anderes. Der heutige Airdale stammt
einer bereits ausgestorbenen Rasse ab.
Später wurde der Hund mit anderen Terrier-Arten
gekreuzt und zu Jagdzwecken in Afrika, Kanada und Indien
eingesetzt. Jäger und Bauern vertrauten den Airdales
bei der Otterjagd, der Hütearbeit und diversen
Bewachungsaufgaben.
Der Airdale Terrier diente auch als Polizei- und Wachhund
im zweiten Weltkrieg. Bis heute ist die neben dem Foxterrier
bekannteste Terrier-Art für Militär und Polizei
im Einsatz. Ende des neunzehnten Jahrhunderts bevorzugten
Londons Damen den imposanten Vierbeiner als Begleithund.
Der Airdale ist der Größte
unter den Terriern und wird deshalb auch als “König
der Terrier” bezeichnet. Durch
sein auffälliges Erscheinungsbild ist ihm ein zweiter
Blick sicher. Der Airdale hat einen recht langen Kopf
mit etwa gleich langer Schnauze und einem leichten Anschlag.
Seine Augen sind dunkel und die Ohren V-förmig.
Die Rute ist hoch angesetzt. Das dichte drahtige Deckhaar
ist mit weicher Unterwolle durchsetzt. Kopf, Ohren und
Läufe sind jeweils lohfarben gehalten, Rücken
und Flanken dagegen schwarz oder in dunklem Grau. Manche
Terrier-Arten weisen eine weiße Blesse auf der
Brust auf.
Für Kinder ist der
Airdale nicht unbedingt die beste Wahl, da sein Spiel
äußerst roh sein kann.
Hier
bedarf es einer vernünftigen Erziehung. Besonders
kleine Kinder können vom rüpelhaften Spiel
überrascht oder umgestoßen werden.
Der Airdale Terrier ist mutig und schützt Besitzer
und Territorium. Intelligent, loyal, lernwillig und
gehorsam ist er prädestiniert für eine Ausbildung
auf hohem Niveau.
Der kernige Terrier ist ein leidenschaftlicher Jäger,
und es gehört eine Portion Durchsetzungskraft dazu,
ihn von kleinen Nagern oder fremden Hunden fernzuhalten.
Eine konsequente menschliche Führung ist bei der
Erziehung von Airdales unabdingbar. Von Natur aus lebhaft,
kann er schon mal mit energischem Gebell seinen Standpunkt
klar machen, insbesondere wenn er geistig und körperlich
unterfordert ist. Eigensinn und Ungehorsam können
die Folgen sein.
Schwer zu trainieren
sind Airdales nicht, allerdings sollte man Abstand von
allzu harten Methoden nehmen. Der Airdale
versteht auch so, um was es geht. Er liebt die Abwechslung
und immer neue Herausforderungen. Er eignet sich gut
für viele Arten von Hundesport. Ballspiele, Schwimmen
oder Apportieren sind für den Airdale ein besonderer
Spaß.
Allgemein ist der starke Terrier verträglich
mit anderen Hunden oder Katzen, versucht aber zwischendurch
gerne Dominanz an den Tag zu legen. Für kleine
Wohnungen ist der Airdale nicht geeignet. Er braucht
viel Bewegung und Auslauf. Daher wäre ein großer
Garten für ihn ein Paradies.
Die Airdale Terrier gelten als zähe Burschen,
doch manche von ihnen bekommen Probleme mit den Augen,
leiden an Hüftdysplasie oder bedingt durch trockene
Haut an Hautinfektionen. In der Regel erreichen sie
ein Alter von zehn bis zwölf Jahren.
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