Der Akbash – Herdenschutzhund mit selbstbewussten
Eigenschaften
Der Akbash ist eine elegante, seltene Rasse aus dem
Gebiet der heutigen West-Türkei. Der Akbash ist
bekannt unter dem Namen Kangal-Hund, dessen Namenspate
der Ort Kangal in der Türkei ist.
Er genießt in der Türkei hohes Ansehen und
wurde praktisch zum Nationalhund erkoren. Der Name Akbash
stammt ebenso aus dem Türkischen und bedeutet “weißer
Kopf”.
Eine andere Züchtung mit schwarzer Maske bezeichnet
man als Karabas, übersetzt “Schwarzkopf”.
In Deutschland ist der
Akbash in der Regel unter den Namen Kangal-Hund oder
Kangal-Hirtenhund bekannt.
Der Akbash verfügt über ein scharfes Gehör
und beeindruckende Stärke. Das kurze bis mittellange
Fell ist dicht, eng anliegend und eher rauh. Die Zucht
lässt alle Farben zu; insbesondere bevorzugt ist
die Farbe Falb ( fahlgelb ) mit schwarzer Maske, schwarzen
Ohren und einem ausdrucksstarken Kajal-Strich um den
mandelförmigen Augen.
Die Augenfarben variieren zwischen goldbraun bis dunkelbraun.
Der imposante Akbash verfügt über einen kräftigen
Hals.
Besitzer dieser Rasse
sollten ausreichend Erfahrung im Umgang mit Hunden haben,
denn der Akbash kann schon mal recht eigensinnig, eifersüchtig
und dominant auftreten. Es muss konstant
daran gearbeitet werden, den Akbash zu sozialisieren.
Als wahre Opportunisten übernehmen diese starken
Tiere gerne die Führung.
Die
Bewachung und der Schutz seiner Familie und seines Territoriums
liegt dem Akbash besonders am Herzen. So kann es durchaus
des Nachts zu Bellattacken kommen, wenn Geräusche
zu vernehmen sind.
Seinem Besitzer oder der ganzen Menschenfamilie gegenüber
ist er freundlich und aufgeschlossen, Fremden gegenüber
eher zurückhaltend bis misstrauisch.
Er lässt sich nicht besonders gerne von anderen
Menschen betreuen, sondern ist am Glücklichsten,
wenn Frauchen oder Herrchen in der Nähe sind.
Der Akbash ist ein Herdenschutzhund und demzufolge
sollte nicht vergessen werden, dass ein Teil seines
Wesens das selbständige Agieren ausmacht. Daher
empfiehlt sich bei der Anschaffung ein junges Tier,
um früh mit der Ausbildung beginnen zu können.
Sein Besitzer sollte
Respekt, Ruhe und Sicherheit ausstrahlen sowie Zeit
in die Erziehung investieren.
Der Akbash ist eine große, schnell wachsende Rasse.
Wie bei allen größeren Rassen können
gesundheitliche Probleme wie Hüftdysplasie auftreten.
Man sollte unbedingt darauf achten, den Akbash bei einem
eingetragenen Züchter zu erwerben.
Das Leben in einer Wohnung ist für diese Rasse
nicht geeignet. Zumindest sollte er nicht ausschließlich
dort gehalten werden. Er zeigt sich dann eher inaktiv.
Der athletische Hund benötigt eine Menge Freiraum
und lange Spaziergänge. Im großen Garten
ist ein hoher Zaun die ideale Begrenzung. Ländliche
Gegenden kommen dem Akbash entgegen, um sich artgerecht
zu entfalten. Seine Lebenserwartung liegt bei ungefähr
zehn bis zwölf Jahren.
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