Der
Anglo-Français de petite vénerie –
Franzose mit Jagdinstinkt und englischen Wurzeln
Frei übersetzt heißt Anglo-Français
de petite vénerie: „... für die kleine
Jagd“. Die Rasse entstammt zahlreichen Kreuzungen,
wie zwischen Beagle, Bleu de Gascogne oder Harriern.
Relativ klein, hatten alle Vertreter dieser Rassen
englisches und französisches Laufhunde-Blut in
sich, und waren dazu exzellente Hasenjäger.
Nachdem 1957 die Anerkennung der Rasse in Frankreich
erfolgte, wurde eine Trennung zwischen Beagle und Anglo-Français
verlangt. 1978 wurde die Rasse vereinheitlicht und via
FCI anerkannt.
Der petite Jagdhund vereint Talente wie Vernunft, Zähigkeit
Schnelligkeit, Energie und Ausdauer.
Der Anglo-Français
ist ein französischer Jagdhund für die Nieder-Wildjagd.
In
ihm fließt zudem eine Portion englisches Blut.
Edel und zäh mit kompaktem Körperbau, ist
er ausdauernd und schnell. Sein Haarkleid ist jagdhundtypisch
kurz, glatt und glänzend.
Das Fell bedarf keiner aufwendigen Pflege, doch sollte
es natürlich in schöner Regelmäßigkeit
gebürstet werden. Diese Rasse hat eine tiefe Brust
und einen geraden festen Rücken.
Aus dem runden Kopf schauen dunkle, ausdrucksstarke
Augen. Weich fallende Hängeohren flattern im Wind.
Generell wird der Anglo-Français de petite vénerie
in drei Farben gezüchtet - Triclor schwarz-weiß
mit braunen oder orangenen Farbschlägen.
Ursprünglich zur Hasenjagd, in Italien sogar
zur Wildschweinjagd eingesetzt, ist er auch heute ein
schneller, begeisterter Jäger von Rehen, Kaninchen
oder Füchsen.
Der Anglo-Français
ist vom Wesen eher zurückhaltend, seinem Besitzer
treu ergeben und das Leben im Rudel gewöhnt. Er
lernt schnell und meistert immer wieder neue Aufgaben.
Da er äußerst arbeitswillig, widerstandsfähig
und gehorsam ist, sollte man ihm reichlich Abwechslung
bieten. Das können Apportierspiele oder sportliche
Aktivitäten sein.
Durch seine Lauffreudigkeit ist er der ideale Begleiter
beim Jogging oder zu ausgedehnten Spaziergängen.
Allerdings sollte man
immer ein Auge auf ihn haben, da sein Jagdinstinkt schon
mal mit ihm durchgeht. Ansonsten ist
er ein optimaler Jagd- oder Begleithund. Eine sanfte
Führung mit klarer Rangfolgeordnung – der
Mensch ist das Alphatier – reicht völlig
aus, um den wendigen Gesellen zu sozialisieren. Sein
exzellenter Geruchssinn macht ihn zu einer perfekten
Spürnase.
Für die Stadt ist
der Anglo-Français nicht geeignet. Er
liebt ländliche Gegenden mit reichlich Platz zum
Laufen. Normalerweise ist er für das Leben in einer
Meute prädestiniert. Er kann im Außenbereich
gehalten werden.
Die Jagdsaison ist sein Metier. Auch ist der schnelle
Geselle kein idealer Familienhund. Gesundheitliche Probleme
sind nicht bekannt, allerdings sollten die Hängeohren
regelmäßig auf Parasiten, Rötungen oder
Entzündungen überprüft werden.
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