Auch
Tiere überreichen Geschenke,
sagt die Hamburger Verhaltensbiologin Jutta Schneider.
Über
eine Maus als Geschenk
freut sich allerdings nicht jeder.
Am wenigsten Katzenbesitzer,
wenn ihr Stubentiger von seinen Streifzügen erbeutete
Nager - mal tot, mal noch halb lebendig - mit in die
Küche bringt. Im Vergleich zu anderen domestizierten
Tieren lebt die Katze erst seit Kurzem beim Menschen.
In ihr ist noch das Raubtier wach. Zieht eine Katze
ihren Nachwuchs groß, bringt sie ihm erst tote,
später auch lebende Beute mit. An der können
die Jungtiere spielend heranschleichen, fangen und töten
üben. "Außerdem", sagt Dorit Feddersen-Petersen
vom Institut für Haustierkunde der Uni Kiel, "sind
Katzen nicht solche Einzelgänger, wie man oft denkt,
sondern soziale Tiere. Das Mitbringen der Beute kann
man als Teilen deuten - also als Futterangebot."
Warum aber hören Katzen nicht auf, wenn sie merken,
dass ihre Geschenke nur mäßig ankommen? Die
Tierökologin und Katzenexpertin Beate Kalz meint
dazu: "Es liegt jenseits des Vorstellungsvermögens
einer Katze, dass sich jemand über eine Maus nicht
freuen könnte. Lässt man aber die Maus erkennbar
liegen, nimmt sie also nicht an, hören manche Katzen
damit auf."
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Gegenliebe als tote Mäuse auf der Fußmatte
rufen Pantoffeln und Spielzeugknochen hervor -
wenn sie ein Hund
im Maul hat und der seinem Halter entgegenspringt.
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"Der Hund sagt
damit: Ich bin da. Er teilt seinem Menschen
mit, dass der sich nun mit ihm beschäftigen kann.
Hunde spielen auch als erwachsene Tiere sehr gern",
sagt Hundeexpertin Dorit Feddersen-Petersen. Bringt
der Vierbeiner eine Leine, ist das für Feddersen-Petersen
eher kein Schenken. "Der Hund kommuniziert - wenig
subtil -, was er jetzt von seinem Herrchen erwartet.
Dennoch: Hunde beobachten Menschen sehr genau",
meint die Tierärztin. "Sie sind darin begabter,
als es etwa Menschenaffen sind.
Die Tiere merken wohl, dass sich der Mensch freut.
Weil dieser ihm das durch freundschaftliches Verhalten
dankt, tut der Hund sich auch selbst etwas Gutes."
Der Hund will also Zuwendung
oder Gassi gehen.

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