Der
Australian Shepherd – Langeweile ist ihm ein Greuel
Sein Ursprung liegt in Nord-Amerika. Dort verpaarten
sich europäische Hütehunde-Rassen mit Hunden
baskischer Schäfer. In Europa und später in
Amerika, wurden die Merinoschafe eingeführt, die
den Namen “Australien Sheep” trugen. Sie
waren auch Namensgeber der Hunderasse “Australien
Shepherd”, was eine etwas irreführende Benennung
dieser Rasse ist.
Der Australien Shepherd glänzt mit vielen Talenten
und ist ein Ass im Hüten, Bewachen sowie in puncto
Gehorsam und dem Erlernen von immer neuen Aufgaben.
Genannt “Aussie”,
ist der Shepherd ein robuster, sehr intelligenter, ausgeglichener
Geselle mit außergewöhnlichem Aussehen. Sein
Fell ist von mittlerer Länge und kommt in gerader
bis leicht gewellter Weise vor.
Insbesondere bei Rüden fällt eine moderate
Halskrause aus längerem Fell ins Auge. Sein Haarkleid
kommt in den Farbschlägen braun, blau, rötlich,
kupferfarben, schwarz, weiß gescheckt oder getupft
inklusive diverser Marmorierungen vor.
Die Augen sind oval und mittelgroß. Sie können
blau, braun oder bernsteinfarben funkeln. Die kecken
dreieckigen Ohren sind an der Spitze leicht abgerundet.
Der Aussie ist mutig,
agil und mit einer guten Portion Selbstvertrauen ausgerüstet.
Er ist gehorsam, lernwillig und mag Kinder. Er liebt
es zu spielen und zu toben. Lebendig und aufmerksam,
ist er eifrig bemüht, seinem Besitzer zu gefallen.
Zudem sind sie bekannt für ihren sechsten Sinn,
mit dem sie auch ohne Worte wissen, was von ihm erwartet
wird. Der Aussie ist leicht zu trainieren und nimmt
seine Arbeitsaufgaben ernst.
Äußerst
sanftmütig zu Menschen, kann er beispielsweise
bei der Arbeit mit anderen Tieren sehr energisch werden.
Seine Besitzer sollten bereits Erfahrung im Umgang mit
Hunden haben und selbst die Aktivität mögen.
Neben einer ständigen körperlichen Beschäftigung
wie Fahrradfahren, Jogging, alle Arten von Hundesport
oder Ballspielen, will der Australien Shepherd auch
geistig gefordert werden.
Bei Geschicklichkeits- und Gehorsamsübungen sind
die Hunde mit vollem Einsatz dabei und schneiden entsprechend
gut ab.
Auch Rettungsdienste oder Behörden nehmen den
Aussie aufgrund seines enormen Lernpotentials und Schutzinstinktes
gerne in ihren Reihen auf. Bei der Suche nach Vermissten
oder als Begleitung für behinderte Menschen ist
er ein perfekter Kandidat.
Der Australien Shepherd ist allerdings kein klassischer
Wachhund, und einige Kenner der Rasse befürchten,
dass eine Schutzhund-Ausbildung zu falschen Einschätzungen
von Situationen seitens des Hundes führen kann.
Der aktive Aussie ist
äußerst beweglich und aufmerksam. Erlerntes
behält er im Gedächtnis, und fühlt sich
schnell mal unterfordert. Daher sollte
man ihm immer neue Aufgaben stellen und für die
Erziehung dieser Hundeart ausreichend Zeit einplanen.
Langeweile ist für den Aussie eine Qual.
Für kleine Wohnungen ist der Aussie nicht geeignet.
Er braucht viel Platz – außen wie innen.
Auf jeden Fall benötigt er ausreichend Auslauf-
und Tobefläche, um in Form zu bleiben. Lange Spaziergänge
und diverse Laufaktivitäten machen dem Australien
Shepherd große Freude. Seine Lebenserwartung liegt
bei zwölf bis fünfzehn Jahren.
© 2011ChKrb
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