Der Balearen-Laufhund
oder Podenco – spanischer Urtyp mit zähen
Eigenschaften
Als Rasse ist der er unbestritten ein echter Urtyp,
der wahrscheinlich zu den ältesten Hunderassen
der Welt gehört. Sein Ursprungsland dürfte
Ägypten, die Balearen-Inseln, und die Kanaren,
die zu Spanien gehören, sein.
Angeblich haben die Phönizer für die Verbreitung
der Rasse rund um das Mittelmeer gesorgt.
Der Podenco kam 1929 nach England, wo er auch heute
noch gezüchtet wird. 1963 verabschiedete die FCI
einen Rassestandard, der wesentlich am Modell des Podenco
Ibicenco orientiert war, der es aber ermöglichte,
alle stehohrigen, windhundähnlichen Hunde aus dem
Mittelmeerraum als Pharaonenhunde zu registrieren.
Auf
den Kanaren findet man den Podenco häufig.
Dies große Population des Hundes ist auch auf
die relativ unkontrollierte Vermehrung zurück zu
führen.
Beispielsweise trifft man diese Rasse in allen möglichen
Farben und Größen auf Fuerteventura an. Auch
auf dem spanischen Festland ist er zahlreich anzutreffen.
Die Farbtexturen sind von weiß, über weiß-braun,
braun, rötlich bis gefleckt oder mit Blessen, vertreten.
Der Laufhund der Balearen ist ein kräftiger, muskulöser,
sehr schlanker Vierbeiner mit großen, auffälligen
Stehohren. Sein Haarkleid ist dünn und kurz.
Aufgrund des fehlenden Unterhaut-Fettgewebes fröstelt
er in kühleren Klimazonen.
Der Podenco ist äußerst
anpassungsfähig und anhänglich.
Er begleitet den Jäger, wobei dieser er schon mal
tagelang ohne ausreichende Wasser- und Futterversorgung,
bei extremer Hitze und ohne Zuwendung, irgendwo anbindet.
Diese Vorstellung deckt sich in keinster Weise mit
der eines schönen Hundelebens. Der Podenco ist
ein echter Überlebenskünstler geworden. Da
bleibt zu hoffen, dass die Hunde im Tierheim landen
und frühzeitig vermittelt werden.
Diese Hundeart verfügt über einen hervorragenden
Seh- und Geruchssinn. Bei der Kaninchenjagd auf den
Kanaren zeichnet sich der Laufhund dadurch aus, das
er seine Beute lebend zum Jäger bringt. Er jagt
dort überwiegend in einer Meute.
Sein Wesen kann sensibel
bis eigensinnig sein. Deshalb sollten
Halter von Podencos einige Erfahrung in puncto Erziehung
mitbringen.
Der Vertreter dieser Rasse wird nicht unbedingt sofort
folgen, sondern zunächst versuchen, eigenständig
zu handeln. Hier ist eine ruhige, konsequente Führung
angebracht. Auch der Jagdtrieb lässt sich entsprechend
eindämmen, was nicht die totale Unterdrückung
bedeuten darf.
Podencos sind normalerweise
sehr soziale Tiere, die mit Menschen oder Artgenossen
prima zurecht kommen. Beim Zusammenführen
mit Kleintieren wie Hasen oder Chinchillas ist allerdings
Vorsicht geboten. Hier sollte zunächst einmal die
Reaktion des Hundes abgewartet werden und eine langsame
Annäherung erfolgen.
Sie kuscheln und spielen gerne. Allerdings wäre
die Haltung zweier Exemplare ratsam. Das käme dem
Wesen der Rasse nahe, da er das Rudelleben liebt.
Der Podenco ist sehr intelligent und versucht hin und
wieder seine Grenzen zu überschreiten.
Er benötigt immer neue Herausforderungen wie Apportier-
oder Geschicklichkeitsspiele. In der Wohnung verhält
er sich eher ruhig. Entweder schläft er, oder seine
Neugier treibt in in den Räumen um. Er steht auch
schon mal gelangweilt im Weg herum. Schmuse- oder Kuschelzeit
bestimmt er gerne selbst. Seine Lebenserwartung liegt
bei etwa zwölf Jahren.
|