Der
Barbet – prima Schwimmer mit wolligem Fell
Der Barbet gehört einer sehr alten Rasse an und
ist in Frankreich weit verbreitet. Er zählt zu
den ältesten europäischen Wasserhunden, und
ist möglicherweise ein Vorläufer des Pudels.
In Portugal war sehr früh die Rede von einem
Wasserhund. Man glaubt, die Mauren haben seine Vorfahren
im 6. Jahrhundert nach Spanien und Portugal gebracht.
Im 14. Jahrhundert war der Wasserhund in ganz Europa
verbreitet. Im 16. Jahrhundert erhielt dieser Hundetyp
den Namen “Barbet”.
Heute ist der Wasserhund relativ selten geworden, obwohl
diese Hunderasse ein prima Familien- und Begleithund
ist. Weltweit sollen von seiner Rasse 400 oder 500 Exemplare
anzutreffen sein.
Der
Barbet ist ein mittelgroßer Hund mit kräftigen
Proportionen. Sein besonderes Merkmal
ist sein wolliges, dickes Haarkleid, das ihm einen Rundum-Schutz
gegen Kälte und Nässe bietet.
Selbst in eiskaltem Wasser hält es den wolligen
Gesellen warm.
Das Fell ist lang, kraus und kann sich in Schüren
oder Strängen zeigen. Es kommt in den Farbschlägen
einfarbig, schwarz, grau, sandfarben, weiß oder
auch gescheckt vor.
Das Haarkleid muss sehr gepflegt werden. Spezielle
Bürsten und Kämme sowie Pflegeprodukte sind
im Handel erhältlich. Das Kopfhaar fällt bis
auf den Nasenrücken. Der Wasserhund hat tief angesetzte
lang herab hängende Ohren mit langem Wuschelfell;
dazu einen üppigen Schnauzbart, der im Französischen
Barbe heißt, im Deutschen Bart, was ihm letztlich
zu seinem Namen verhalf.
Der Barbet ist ein anpassungsfähiger,
liebenswerter Familienhund, der sehr kontaktfreudig
ist. Er ist sehr auf seinen Führer
bezogen, gesellig und liebt – ja sicher –
das Wasser. In Frankreich dient er als Hund für
die Jagd auf Wasserwild. Er wird dort nicht als reiner
Apportierhund eingesetzt, sondern spürt Wild auf,
das sich in Wasserpflanzen oder Schilf versteckt, scheucht
es auf. Dann apportiert er den geschossenen Vogel zu
seinem Besitzer.
Der wuschelige Geselle ist gehorsam und eifrig darum
bemüht seinem Besitzer zu gefallen. Neben seiner
Jagdleidenschaft ist der Barbet ein prima Bewacher von
Haus und Hof. Er ist aufmerksam und Hab und Gut seines
Halters ist ihm heilig.
Der Wasserhund braucht eine ruhige, liebevolle und
konsequente Führung. Hundesport, Jogging, Agility
und lange Spaziergänge sollten zum Programm gehören.
Im Innen- wie im Außenbereich benötigt er
reichlich Platz zum Toben und Rennen.
Er liebt Geschicklichkeits-
und Gehorsamsspiele. Das Apportieren
zählt zu seinen weiteren Hobbys. Gerne bringt er
dies und das, und springt dabei ohne mit der Wimper
zu zucken ins Wasser.
Wer sich für einen solchen Hund entscheidet, sollte
bereit sein, mit dem Tier zu arbeiten und ihm gleichermaßen
körperliche sowie geistige Beschäftigung bieten.
Er eignet sich nicht als Zwingerhund und braucht den
Familienanschluss. Seine durchschnittliche Lebenserwartung
liegt bei etwa zwölf Jahren.
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