Der Bedlington Terrier
– aktiver Familienhund mit Beschützerinstinkt
Bis ins 18. Jahrhundert kann man diese Hunderasse zurück
verfolgen. Der Bedlington Terrier war spezialisiert
auf die Rattenjagd und befreite die Dörfer von
den Nagern, während sein Besitzer, ein Kesselflicker
oder Händler, seiner Arbeit nachging.
Diese Terrier-Art wurde “Wolf im Schafspelz”
genannt, weil seine Ähnlichkeit mit einem Schaf
offensichtlich ist, er aber daneben über ein stattliches
Gebiss verfügt.
Der Bedlington hat ein ruhiges, zuverlässiges
Wesen und ist ein Vertreter der leisen Töne. Er
bellt nicht sonderlich häufig.
Diese
Hunderasse gilt als intelligent, freundlich und liebevoll.
Sein anmutiger, muskulöser Körperbau wird
von blau-grauem oder sandfarbenem Fell ummantelt. Das
weiche, leicht gelockte Haarkleid bedarf einiger Pflege.
Es sollte im Abstand von sechs Wochen mit der Schere
in Form gebracht werden.
Im Gesicht blitzen entweder sehr dunkel Nase und Augen
auf, oder sind in brauner Farbe zu sehen. Sein eher
birnenförmiger Kopf ist mit herab hängenden
Ohren, die an den Enden mit kecken Fransen versehen
sind, bestückt.
Der Bedlington bewegt sich geschmeidig und leichtfüßig.
Diese Terrierart mag
Kinder und ist ein prima Familienhund.
Er kann aber auch eifersüchtig werden, und möchte
seine Familie schützen. Erst einmal wachgerüttelt,
verteidigt er sein Territorium sowie Hab und Gut seiner
Menschen.
Der Bedlington braucht eine konsequente, ruhige Erziehung.
Hat er verstanden, dass der Mensch Platz 1 der Rangfolge
einnimmt, erfreut der Terrier mit Gehorsam und Lernfreude.
Er liebt das Spiel, mag ausgedehnte Spaziergänge,
und beobachtet neugierig, was so vor sich geht.
Aber auch einfach mal mit seinem Besitzer relaxt rumsitzen,
ist für den Bedlington eine tolle Beschäftigung.
Er mag kuscheln und viele Streicheleinheiten.
Wie bei allen Terriern ist sein Jagdinstinkt stark
ausgeprägt. Entdeckt er interessante Dinge oder
Düfte, kann er schon mal ausbüxen, ohne sich
um lautstarke Rufe seines Halters zu scheren. Daher
sollte man ihn im Freien immer anleinen und im Blick
haben.
Der Bedlington Terrier kann in seltenen Fällen
anfällig gegen Augenerkrankungen sein. Die in früherer
Zeit vorkommene Kupfertoxikose, bei der es zu einer
übermäßigen Speicherung von Kupfer in
der Leber kommt, wird mittlerweile durch sorgfältige
Zuchtauswahl und Genanalysen bei Welpen vermieden.
Trotzdem sollte man auf eine kupferarme Ernährung
achten. Züchter empfehlen eine ausgewogene Mischung
aus Reis, Gemüse und geringen Mengen Fleisch. Bei
guter Pflege, viel Auslauf und aktiver Beschäftigung
können Bedlington Terrier ein Alter von etwa fünfzehn
Jahren erreichen.
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