
Insgesamt 42 Zähne, 20 im Oberkiefer,22 im Unterkiefer |
Welpen werden ohne Zähne geboren,
der Durchbruch des Milchgebisses erfolgt in der
Regel zwischen 3-6 Wochen. Die hinteren Backenzähne
fehlen dem Milchgebiss.Das Milchgebiß weist
daher nur 28 Zähne auf.Nach dem Zahnwechsel,
in der Regel mit 5-6 Monaten, weist ein komplettes
Gebiß 42 Zähne auf.
Zusatzinfo:
Beißkraft (Kieferschließkraft) des
Menschen: 450 Newton maximal (die
Kaukraftliegt um den Faktor 10 niedriger)
Beißkraft
(Kieferschließkraft) großer Alligatoren:
1300 Kilo
(gilt als Maximalwert unter heute lebenden Tieren)
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Das Thema der Beisskraft
bei Hunden erzählt mehr
von wissenschaftlichem Zahnausfall als von Beweiskraft.
Wie könnte man wissenschaftlich (das heisst: reproduzierbar)
beweisen, was so behauptet wird? Die Beisskraft nur
über Schmerzsensoren in die entsprechen sensible
Gehirnteile einführen und dann ausreizen, weil
die vermutlich grösste Beisskraft unter Schmerz
ausgelöst wird. Vermutlich, denn auch das wissen
wir eben nicht. Es könnte ja auch Aggressivität
ohne Schmerz sein.
Die Vermutungen gehen
weiter: Wo misst man?
Bei der grössten Verletzungsgefahr vermutlich von
den Eck- und Reisszähnen? Wer ist da sicher? Oder
vom knochenbrechenden Kieferdruck, wo - dies ist einigermassen
gesichert - im Vergleich zu anderen Caniden - die Hyänen
den mit Abstand grössten Druck ausüben können.
Auf welcher Fläche wird wo gemessen, wenn der Schmerzreiz
ausgelöst wird über den Elektro-Impuls? Auf
welchen Zähnen wirkt der grösste Druck? Wie
lange muss unter welchen psychischen Voraussetzungen
ausgelöst werden? Muss der Kandidat vorher eigens
"gereizt" werden, oder genügte ein vor
dem Test friedlicher Zustand?
Was sagt Beisskraft überhaupt
als Aggressionsmerkmal aus?
Gar nichts. Beide Werte sind rein biologisch
unabhängig voneinander. Denn die Kraft des Gebisses
entscheidet nicht über die latente Gefährlichkeit,
die - wir wissen es - von sehr viel mehr Unwägbarkeiten
und Annahmen und Voraussetzungen und Veranlagungen ausgeht
als just von dieser Beisskraft, die auch bei anständigen
Pferdegebissen höher sein kann als die eines Pitbull.
Zitate von Werner G.
Preugschat: "Cantu in "Wall
Street Journal" vom 6. Juli 1987 gilt als das Nonplusultra.
Er berichtet über Beisskräfte des eigentlich
undefinierbaren Pitbulls von angeblichen 1000 bis 2000
Kiloponds."
Preugschat weiss von Lindner und anderen in "Measurement
of Bit Force in Dogs: A Pilot Study" in "J.
Vet. Dent" von 1995. "Dieser Pilotversuch
dokumentiert unter anderem, dass ältere Angaben
zur möglichen Beisskraft von Hunden fragwürdig
sind; ein geschilderter Versuch wurde an sedierten -
also medikamentös beruhigten! - Hunden vorgenommen.
Die gemessenen Beisskraft von zwei Rottweilern betrug
beim ersten Probanden etwa 200 Kilopond, beim zweiten
über 1000."
Preugschat folgert:
"Es gibt meines Wissens keine umfassende wissenschaftliche
Untersuchung, die geeignet sein könnte, dass Beisskräfte
den Schluss zulassen, dass, je grösser diese ist,
die Gefährlichkeit ausgesuchter Rassen steigerte.
In Wahrheit beruhen derartige Angaben auf überwiegenden
Vermutungen und redaktionellen Schätzungen, die
in Rassemonographien und Presse veröffentlicht
worden sind."
Der fleissig
recherchierende Preugschat schliesst mit einem Vergleich,
der zum Anbeissen ist: "Ein durchschnittlicher
Mensch,bringt es gleichfalls auf 200 Kilopond."
» Zahnpflege beim Hund
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