Der Bergamasker Hirtenhund
– zuverlässiger Bewacher mit Zottelfell
Der Nachkomme der persischen Schäferhunde stammt
daneben von Molosser – und ungarischen Hirtenhunden
ab. Einige Leute glauben, dass seine Herkunft im asiatischen
Raum zu finden ist.
Der
robuste Bergamasker Hirtenhund ist in Italien weit verbreitet.
Er ist ein ausgezeichneter Schutz- und Leithund sowie
Rettung- und Katastrophensuchhund, der vom Wesen her
sehr ausgeglichen und lebhaft ist.
Auffällig ist sein natürlich verfilztes Fell,
dass ihn unempfindlich gegen extreme Wetterverhältnisse
macht.
Der Bergamasker ist ein gut proportionierter Geselle
mit kräftigem Körperbau. Seine langen Zotteln
sind nicht mit herkömmlichem Bürsten oder
Kämmen zu bändigen. Es ist auch unnötig,
da das Fell seinen ganz eigenen Charakter hat, welches
in schöner Regelmäßigkeit an Ober- und
Unterwolle verfilzt und die Zotteln entsprechend nachwachsen.
Als einzige Maßnahme eignet sich das regelmäßige
Auseinanderziehen in etwa drei Zentimeter breite “Streifen”.
Manchmal hilft nur der beherzte Griff zur Schere.
Die Farben des Fells variieren zwischen grau und anderen
Schattierungen, oder auch mit Flecken und Abzeichen
in schwarz oder weiß. Das Zottelfell dient neben
der Schutzfunktion gegen unangenehme Wetterbedingungen
auch als Panzerung bei Auseinandersetzungen mit anderen
Tieren.
Der Bergamasker ist ein
intelligenter, treuer und unerschrockener Vierbeiner,
der eine enge Bindung zu Menschen eingeht. Der
genügsame Geselle ist zu selbständigem Handeln
fähig und ein verlässlicher Partner des Menschen.
Seinem Besitzer ist er treu ergeben.
Das Hüten von Herdentieren macht ihm Freude und
er erfüllt seine Aufgaben mit ungezügeltem
Eifer. Ein zuverlässiger Hüter, der auch als
Begleithund durch seine Gutmütigkeit, Wachsamkeit
und Geduld punktet.
Seine Erscheinung ist
durchaus respekteinflößend, so sein Besitzer
einen prima Bewacher an seiner Seite hat.
Ein wenig eigensinnig kann der Bergamasker ab und zu
schon sein. Die Erziehung und Sozialisierung sollte
daher in konsequenter Art und Weise erfolgen, eine klar
definierte Rangfolge erklärtes Ziel sein.
Für eine Stadtwohnung ist diese Rasse ungeeignet.
Der Bergamasker Hirtenhund ist am Besten in ländlichen
Gegenden mit reichlich Auslaufflächen aufgehoben.
Bergiges oder unebenes Gelände sind für ihn
kein Problem. Im Gegenteil: Ausgedehnte Ausflüge
und Kletterpartien entsprechen seinem Naturell.
Eindringlinge werden konsequent mit imposanten Gebell
gemeldet, wobei sich der Bergamasker zurückhält
und eher defensiv verhält. Ein seltener, zuverlässiger
Hütehund, der etwa elf bis dreizehn Jahre alt werden
kann.
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