Der Berger de Picardie
– Hütehund mit viel Selbstvertrauen
Schon im Jahr 800 n. Chr. soll der Berger de Picardie
mit den Kelten in die Region Picardie gelangt sein,
die gleichzeitig Namensgeber des Berger ist. Während
der zwei Weltkriege wurde dieser Hundetyp stark dezimiert.
Aufgrund mangelnden Zuchtmaterials kam es bei dieser
Rasse häufig zu Inzucht-Problemen. Auch heute ist
diese Rasse recht selten anzutreffen. 1994 wurde der
Hund offiziell als Rasse anerkannt.

Der Berger de Picardie
ist ein großer, schwerer Hütehund mit sprödem,
dichtem Fell, das ziegenartig anmutet.
Das Haarkleid bietet Schutz gegen extreme Wetterverhältnisse,
und kommt in den Farben rehbraun, grau, rötlich
sandfarben oder ähnlichen Schattierungen vor.
Die Ohren sind keck nach oben ausgerichtet.
Als Hütehund ist er auch mit einer Portion Selbstvertrauen
und Eigensinn ausgerüstet. Diese Eigenschaften
braucht er als Hüter und Bewacher unbedingt.
Möchte man ihn als Familienhund halten, sind diese
Eigenschaften zu berücksichtigen. Daher ist dieser
Vierbeiner nichts für Anfänger.
Hundeverstand und Wissen
über geeignete Erziehungsmethoden sind wichtige
Kriterien bei der Sozialisierung dieses Hundetyps.
Beharrlichkeit, Konsequenz, Geduld und eine klar umrissene
Rangfolge sind nötig.
Immer sollte die Erziehung mit Liebe und Sensibilität
erfolgen. Harte Worte und übertriebene Strenge
sind nichts für den Berger de Picardie.
Intelligent, wie er ist, lernt er schnell und mit dem
Eifer zu gefallen. Er braucht einen aktiven Besitzer,
dem tägliche, lange Spaziergänge nicht zu
viel sind. Viel Bewegung, Spiel oder Hundesport fordern
und fördern die natürlichen Fähigkeiten
des Berger de Picardie. Den bestmöglichen Start
bereitet man ihm, wenn er in möglichst frühem
Alter mit Kindern, anderen Tieren oder auch Fremden
in Kontakt kommt.
Keinesfalls sollte man
ihn in einen Zwinger sperren und von seinen Menschen
trennen. Im Allgemeinen hat der Berger
keinen ausgeprägten Jagdtrieb, sondern seine Qualitäten
liegen im Bereich Bewachen und Beschützen.
Durch seine Treue, Gutmütigkeit und Wachsamkeit
ist er ein idealer Hund zum Bewachen von Schafen, Rindern
oder von Haus und Hof. Ab und an neigt er zu ausgedehnten
Bellattacken.
Mit der richtigen Erziehung und Kommunikation zwischen
Mensch und Hund sollte es aber nicht zu unkontrollierten
Ausbrüchen kommen.
Gesundheitlich ist der Berger eher unauffällig.
Es kann eventuell zu Hüftdysplasien, oder gerade
im Welpenalter, zu Augenentzündungen kommen. Einmal
pro Jahr sollte man daher einen Check beim Tierarzt
durchführen lassen. Innen wie außen sollte
dem Berger genügend Platz und Auslauf zur Verfügung
stehen. Der Berger bleibt liebend gerne in der Nähe
seiner Besitzer. Ob nun drinnen oder draußen,
ist ihm relativ egal. Seine Lebenserwartung liegt bei
dreizehn bis vierzehn Jahren.
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