Der
Berner Sennenhund – freundlicher, loyaler Geselle
mit Wachtrieb
Er
ist absolut loyal und hilfsbereit, dazu ein prima Begleit-
und Familienhund. Zugegeben, teilweise ein bisschen
faul und von geringem Enthusiasmus, ist der Berner Sennenhund
durch seinen massigen Körperbau eher zu kurzen
Aktionen, die seine Energie fordern, fähig.
In der Ruhe liegt die Kraft.
Dieser Hund ist kein idealer Begleiter für ausgedehnte
Fahrradtouren, Jogging oder andere Aktivitäten,
die viel Ausdauer erfordern. Dagegen mag er gemächliche
Spaziergänge in Wald und Flur, ohne den Wunsch
sich durch Rennattacken hervorzutun.
Der Berner Sennenhund
ist mit starker Knochestruktur und kräftigem Körperbau
ausgestattet. Das seidige, lange Fell
ist glatt oder auch leicht gewellt. Die Farbe des Fells
ist in hübschen tricolor anzutreffen; in einem
Mix aus schwarz, weiß und rötlichen Flecken.
Möchte man den freundlichen Gesellen als Arbeitshund
im Bereich Fährtensuche oder Rettung ausbilden,
sollte man bedenken, dass diese Hundeart körperlich
etwas langsamer reift.
Auch geistig ist diese Rasse lange jung. Der Hund sollte
mindestens zwei Jahre sein, bevor er an Sprünge
oder andere Aktivitäten dieser Art herangeführt
wird. Ansonsten besteht die Gefahr von Gelenkverletzungen
und Fehlstellungen.

Wie schon erwähnt
liegen seine Fähigkeiten nicht im Sportlichen.
Weder Hundesport noch auspowernde Spiele sind für
den Berner Sennenhund geeignet.
Selbstverständlich müssen ihm aber ausreichend
Bewegungsfreiraum und regelmäßige Spaziergänge
angeboten werden.
Dafür verfügt er über eine Art vorausahnende
Fähigkeit, beispielsweise kann er drohende Gefahren
wie Lawinen oder Stürme spüren. Möchte
man mit dem Hund trainieren, sind kurze Einheiten die
ideale Lösung. Marathon-Trainings sind nichts für
den sanften Gesellen.
Gehorsam erreicht man
keinesfalls mit lauten, strengen Methoden, sondern mit
positiver Verstärkung wie Lob und Leckerli.
Geduld ist in jedem Fall ein wichtiges Kriterium. Immer
sollte man darauf bedacht sein, den Hund entsprechend
seiner Fähigkeiten zu fördern und nie zu überfordern.
Die
Treue zu seinem Besitzer ist für den Berner Sennenhund
oberstes Gebot. Er ist glücklich, wenn er mit seiner
Familie zusammen ist und dankbar für Streicheleinheiten
und Kuschelstunden.
In zu warmen Räumen oder an heißen Sommertagen
fühlt er sich nicht besonders wohl. Lieber sind
ihm die kühleren Tage.
Sein freundliches Wesen ermöglicht eine einfache
Integration in das Familienleben. Kinder und andere
Haustiere sind kein Problem.
Wie bei allen Hunden
gilt: Je jünger der Hund ist, desto besser lässt
er sich sozialisieren.
Der Berner Sennenhund ist ein optimaler Beschützer
und Bewacher für seinen Besitzer. Auch wenn er
nicht gerade der Wendigste ist, flößt er
allein durch sein Erscheinungsbild Respekt ein.
Wer Besitzer dieser Rasse ist, sollte den Gesundheitszustand
des Tieres regelmäßig checken lassen. Berner
Sennenhunde können anfällig für Gelenkerkrankungen,
Magenprobleme und leider auch für Krebs sein. Ein
guter Tierarzt wird rechtzeitig auf Probleme hinweisen.
Die Lebenserwartung dieser Rasse ist nicht besonders
hoch, und liegt bei etwa acht bis neun Jahren.
© 2011ChKrb
|