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Eine Kalifornierin hat das Bier für den
Hund erfunden
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Ein
alkoholfreies Bier mit
Rindfleischgeschmack
und Vitamin E .
Seinem Hund sollte man
kein normales Bier geben. |
Die Kalifornierin Jamie Miller strahlte vor Glück,
als sie ihren Gouverneur Arnold Schwarzenegger in den
Nachrichten sah. Jamie Millers Freude hatte weniger
mit ihren politischen Vorlieben zu tun als mit einem
Bier. Denn Schwarzenegger sprach bei seiner Tour durch
das flutgeschädigte nordkalifornische Nappa Valley
nicht nur mit den Menschen in der Region, sondern besuchte
auch noch eine Zoohandlung.
Dort wurde ihm "das heißeste Produkt auf
dem Markt für Haustierbedarf" angeboten -
und er kaufte es für die Lieben daheim. Das war
nicht etwa eine spezielle Leine oder irgendeine Kuscheldecke,
sondern das von Jamie Miller erfundene Hundebier. Als
sie sah, wie der ehemalige Hollywoodstar, gegenwärtige
Politiker und dreifache Hundehalter vor laufender Kamera
beherzt zugriff, schlug Jamie Millers Herz höher.
Jetzt konnte sie sich sicher sein, dass ihr Bier für
Hunde ein Verkaufsschlager wird.
Dass ausgerechnet in der weltweit bekannten Weinregion
Nappa Valley ein Bier Schlagzeilen macht, ist dem Zufall
zu verdanken.
Jamie Miller ertappte ihren Hund Kodi bei einer Campingtour
dabei, wie er absichtlich Bierflaschen ihres Mannes
umstieß und dann das Gebräu aufschleckte.
Der 55 Kilo schwere Rüde, ein reinrassiger Amerikanischer
Akita, zeigte anschließend nicht etwa Schuldgefühle.
Er umwedelte das Herrchen, als wollte er um noch mehr
Gerstensaft bitten.
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Verantwortungsvolle Hundebesitzer
aber wissen, dass Bier nicht wirklich gesund für
ihr Tier ist: Seinem Hund soll man kein normales
Bier geben, auch wenn es ihm zu schmecken scheint.
Sein Stoffwechsel kann den Alkohol nicht so schnell
abbauen wie der Stoffwechsel des Menschen",
sagt Jamie Miller. Also wollte sie ihren Kodi zu
seinem zweiten Geburtstag mit einem echten Hundebier
überraschen und fing an, auf ihrem Küchenherd
zu experimentieren. |
Heraus kam ein alkoholfreies
Bier mit Rindfleischgeschmack. Die Erfinderin
taufte es auf den Namen "Happy Tail Ale",
in Anspielung auf die schwanzwedelnde Reaktion, die
das Bier bei seinen vierbeinigen Konsumenten hervorruft.
Abgefüllt in den typischen amerikanischen Bierflaschen,
mit einem langen Flaschenhals und einem freundlichen
Etikett mit Hundekonterfei, ist das bräunliche
Getränk der Dog Star Brauerei kaum von einem Menschenbier
zu unterscheiden. Auch hier gehören Gerste und
gefiltertes Wasser zu den Hauptzutaten.
Vitamin E wird
zugesetzt, weil es Hundearthritis vorbeugen soll.
200 Kisten pro Woche

Jamie Miller hat das Bier anfangs von zu Hause aus
verkauft und war zögerlich, es professionell und
in großen Mengen produzieren zu lassen. Seit nun
aber der Gouverneur persönlich mit dem Hundebier
gesehen wurde, verkauft sie 200 Kisten davon pro Woche.
"Als der erste Laster voller Kartons mit Sixpacks
kam, war ich erschrocken über die Menge. Heute
mache ich mir beim Ausladen Sorgen, ob ich genug bestellt
habe", sagt sie.
In Nordkalifornien haben mehr als zwanzig Tierhandlungen
das Bier im Sortiment. Beim Preis von umgerechnet etwa
1,70 Euro pro Flasche ist "Happy Tail Ale"
zwar nicht billig. Doch nicht nur der wohlhabende Schwarzenegger
mit seinen Labradors Sonny und Sparky und dem Cockerspaniel
Sarge ist ein Hundehalter, der glaubt, dass das Beste
gerade gut genug ist für seine vierbeinigen Freunde.

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