Der Bloodhound –
prima Fährtenleser mit freundlichem Wesen
Bei den Kelten kam er bereits als Laufhund vor; er
diente bis ins 16. Jahrhundert in den königlichen
Meuten – der Bloodhound. Zu damaliger Zeit wurde
er als Hubertushund bezeichnet.
Der heutige Bloodhound/Bluthund wird noch heute als
per Zuchtwahl erhaltener Hubertushund im Belgischen
Zuchtbuch geführt.
Woher der Name der Rasse stammt, ist nicht absolut
geklärt, man geht jedoch davon aus, dass die Namensgebung
mit der Fähigkeit, Blutspuren von verletztem Wild
verfolgen zu können, einhergeht.
Der
muskulöse, kräftige Bloodhound ist ein intelligenter,
anhänglicher Hund, dessen kurzes, glattes Fell
in den Farbtönen Schwarz, Fahl- oder Brandrot vorkommt.
Die langen, jagdhundtypischen Ohren reichen bis zur
Nasenspitze.
Als einer der größten Laufhund überhaupt,
jagte der kraftvolle Geselle hauptsächlich in der
Meute.
Mit seinem ausgezeichneten Spürsinn konnte er
sogar Jagd auf Hirsche machen.
Heute arbeiten viele
dieser außergewöhnlichen Hunde häufig
in Rettungsstaffeln oder bei Behörden.
Durch seine optimalen Fähigkeiten als Fährtenhund
kann er sogar tagealte Spuren aufnehmen.
Der Bloodhound wird in Rettungsteams früh auf
die Fährtensuche trainiert. Dank seiner Intelligenz
lernt er schnell, worauf es ankommt.
Allerdings führt er Kommandos nicht einfach so
aus, sondern benötigt ein konsequentes, ruhiges
Training mit einer ebensolchen starken Führung.
Zwang und strenge Worte mag er nicht, daher ist ein
ruhiger, erfahrener Besitzer für den Bloodhound
äußerst wichtig.
Auch als Familienhund macht sich der freundliche Hundepartner
gut, sofern man nie außer Acht lässt, dass
man es mit einem Jagdhund und den entsprechendem Verhalten
zu tun hat.
Der sanfte Riese mag Kinder und andere Haustiere, vorausgesetzt,
die Rangfolge wurde klar definiert. An der Spitze steht
der Mensch, nicht der Hund.
Weil der Bloodhound gelehrig und intelligent ist, braucht
er neben reichlich Bewegungsfreiraum auch geistige Herausforderungen.
Suchspiele und Verfolgungsjagden sind sein Metier.
Wird er als Arbeitshund eingesetzt und dahingehend
trainiert, weiß er beim Geschirr-Anlegen, dass
sein Arbeitstag beginnt und wird mit Freude und Aufmerksamkeit
seinen Job erledigen. Kein Maulen, kein Meckern.
Da der Bloodhound die
Jagd liebt, empfiehlt es sich, im Freien immer einen
Blick auf seinen Hund zu werfen. Hat
etwas sein Interesse geweckt, kann er schon mal alles
um sich herum vergessen und fröhlich der aufgenommenen
Spur folgen.
Am besten für den Bloodhound ist eine Wohnumgebung
auf dem Land mit eingezäunter Auslauffläche.
Auch im Haus braucht er ausreichend Platz.
Für eine Stadtwohnung ist er nicht geeignet.
Der Bloodhound kann anfällig für Ohrinfektionen
sein. Die regelmäßige Kontrolle der Ohren
ist daher wichtig, um Entzündungen rechtzeitig
zu erkennen. Die Lebenserwartung des kraftvollen Vierbeiners
liegt bei etwa sieben bis zehn Jahren.
© 2011ChKrb
|