Der Bobtail – freundlicher
Bewacher mit Wuschelmähne
Der liebenswürdige Bobtail hat seinen Ursprung
vermutlich in England. Die genaue Herkunft kann nur
vermutet werden. Diese Rasse weist eine Verwandtschaft
zu den Herdenschutzhunden auf, und noch heute sind einige
dieser Eigenschaften in ihm vereint. Dabei wirkt der
freundliche Geselle aber nicht dominierend.
Ende des 20. Jahrhunderts wurde er praktisch zum Modehund,
und aufgrunddessen stark vermehrt, was entsprechende
Nachteile mit sich brachte. Mittlerweile wurde der Trend
zum Vorteil des Hundes gebrochen.
Der
verspielte Bobtail wirkt groß und schwer. Dieser
Eindruck entsteht aber in der Hauptsache durch seine
wuschelige, üppige Fellpracht. Es hat eine dichte,
rauhe Struktur und verteilt sich zottig über den
Körper. Die dichte Unterwolle hat eine wasserabweisende
Schutzfunktion.
Die Farben des wuscheligen Haarkleides variieren zwischen
grauen, graumelierten und bläulichen Tönen
vermischt mit weiß. Wie man sich denken kann,
ist die Fellpflege sehr zeitintensiv.
Mit einfachem Durchbürsten ist es nicht getan,
sondern mindestens einmal pro Woche sollte das Fell
Strähne für Strähne mit Kamm und Bürste
bearbeitet werden.
Der Charakter des Bobtail
ist mit einer großen Portion Liebenswürdigkeit
gekennzeichnet. Ein wenig tollpatschig
ist er nicht gerade mit perfekter Feinmotorik ausgerüstet,
und ab und an kann schon mal etwas zu Bruch gehen.
Er benötigt viel Platz, um seinen Bewegungsdrang
auszuleben, denn der Bobtail ist alles andere als behäbig.
Als bisweilen recht ungestümes Energiebündel
braucht er Spiel, Spaß und Sport.
Ein großer Garten oder großzügig bemessene
Tobeflächen erfreuen das Bobtail-Herz. Seinen Hüteinstinkt
hat der muntere Vierbeiner bewahrt, und projiziert diesen
auf seine heißgeliebte Familie.
Ohne aggressiv zu sein bellt er, was das Zeug hält,
wenn sich Fremde Grundstück oder Auto nähern.
Gerne ist er überall dabei, betrachtet seine Menschen
als seine Herde, die am besten alle gemeinsam unterwegs
sind.
Bei seiner Erziehung sollte man allerdings die nötige
Geduld und Konsequenz mitbringen. Der Bobtail ist gutwillig
und lernfreudig, braucht aber seine Zeit, ehe er Kommandos
verinnerlicht.
Er mag keine harten,
strengen Worte. Dann wird er verwirrt
und traurig dreinblicken, weil er doch soooo ein Lieber
ist. Mit sanfter und besagter konsequenter Führung
erreicht man früher oder später sein Ziel.
Der Bobtail ist nicht gern allein. Ist ihm langweilig,
kann er sich schon mal eingehender mit Dingen beschäftigen,
die nicht für ihn bestimmt sind.
Die charmanten Bobtails mögen Kinder und haben
einen ausgeprägten Spieltrieb, der auch bei älteren
Exemplaren vorhanden ist.
Am besten füttert man ihn mit qualitativ hochwertigem
Trockenfutter in Kombinationen mit gekochtem Reis und
Fleisch. Ein prima Familienhund, der bei liebevoller
Hege und Pflege ein hohes Alter erreichen kann.
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