Der Boerboel - beeindruckender
Prachtkerl mit beschützenden Eigenschaften
Der Boerboel, was aus dem Afrikanischen übersetzt
“Bauernhund” heißt, ist ein massiger
Hofhund, der auf Farmen wilde Tiere oder Viehdiebe vertreibt.
Im Falle einer Bedrohung haben sie sich zwischen den
Besitzer und den Angreifer postiert, und diesen in Schach
gehalten.
Ein Beschützer, der bewachte, ohne aggressiv
zu werden. Er ist dem Mastiff recht ähnlich. Er
soll zu frühen Zeiten von ankommenden Siedlern
als größter und stärkster Hund mitgebracht
worden sein. Als Rasse wurde der Boerboel erst 1980
in Südafrika anerkannt.
Größe
und Gewicht des starken Gesellen variieren. So
können Rüden schon mal bis zu achtzig Kilo
auf die Waage bringen und mehr als siebzig Zentimeter
groß werden.
Sein massiver Kopf verfügt über Hängeohren,
sein Fell ist kurz und dicht.
Der Boerboel ist ein liebevoller, sanftmütiger
Hund mit beeindruckendem Erscheinungsbild.
Sicher nicht als Kuscheltier geeignet, aber auch keineswegs
aggressiv. Wie meistens hängt die Entwicklung eines
Hundes von der Erziehung sowie der Sozialisierung ab,
die der Mensch ihm angedeihen lässt.
Eine ruhige, souveräne Führung mit klar definierter
Rangfolge ist unabdingbar, denn allein aufgrund ihrer
Kraft und Energie müssen sie im Zaum gehalten werden.
Sonst könnte es durch ungestüme Rennereien
schnell zu unfreiwilligen Zusammenstößen
oder Stürzen kommen.
Da die Rasse in damaliger
Zeit zur Bewachung und Verteidigung eingesetzt wurde,
steckt diese Eigenschaft bis heute in ihren Genen.
Sie melden ihrem Besitzer lautstark, dass Besuch im
Anmarsch ist.
Sie akzeptieren Gäste oder Fremde in der Regel
erst, wenn Frauchen oder Herrchen ebenfalls einverstanden
sind.
Fremden gegenüber verhalten sie sich aber relativ
neutral, und sind niemals grundlos aggressiv. Ein Boerboel
muss nach und nach Vertrauen zu seinem Besitzer aufbauen
und seine Entscheidungen akzeptieren.
Bei der Erziehung ist Zeit, Freundlichkeit und Geduld
gefragt, denn in den ersten zwei, drei Jahren ist diese
Hundeart schon mal recht flegelig und trotzig. Hier
gilt: Weitermachen, nicht nachgeben oder nervös
machen lassen.
Ausgewachsene Rüden können mit Artgenossen
schon mal recht ruppig umgehen. Bewegen sich zwei oder
mehr Hunde auf einem Territorium, sollte man stets ein
Auge auf die weitere Entwicklung haben.
Ansonsten ist der Boerboel verschmust und anhänglich.
Er braucht den Kontakt zu seinen Menschen, daher ist
er auf keinen Fall für die Haltung im Zwinger geeignet.
Seine Familie, und zwar alle Mitglieder, und sein Heim
wird das Kraftpaket mit aller Vehemenz beschützen.
Er wird aber nicht angreifen, sondern sich immer an
seinen Besitzern orientieren. Die Lebenserwartung der
Boerboels liegt bei etwa zwölf Jahren. Möchte
man einen Boerboel ins Haus holen, sollte man in jedem
Fall einen seriösen, verantwortungsvollen Züchter
aufsuchen.
© 2011ChKrb
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