Der Border Collie –
aufgeweckter Arbeitshund mit Herz und scharfem Verstand
Das
Ursprungsland des hochintelligenten Border Collies ist
Großbritannien. Im Jahre 1570 beschrieb der Leibarzt
von Königin Elisabeth erstmalig die Arbeitsweise
dieser Hunde.
Als Stammvater gilt ein Hütehund aus dem Jahre
1893 mit außergewöhnlichen Fähigkeiten,
der “Old Hemp” genannt wurde.
Er avancierte zum bedeutensten Zuchtrüden. Die
Rassebezeichnung geht auf das Grenzland Border Line,
zwischen England und Schottland gelegen, zurück.
Der arbeitseifrige Border Collie wurde zunächst
ausschließlich als Hütehund auf den britischen
Inseln gehalten. Seine Popularität stieg rasant
an, und er machte durch seine Erfolge im Agility-Sport
auf sich aufmerksam, sodass man ihn auch außerhalb
der Farmen als Familienhund hielt.
Doch führt dieser Umstand häufig zur Vernachlässigung
des eigentlichen Rasseziels, denn der Border Collie
darf keinesfalls unterfordert werden, braucht geistige
wie körperliche Aufgaben.
Sein angeborener Arbeitstrieb
ist nicht mit langen Spaziergängen zu stillen.
Er braucht einen erfahrenen Besitzer, beispielsweise
einen Schäfer, oder Menschen, die über ausreichend
Zeit verfügen, um dem Energiebündel dauerhaft
sportliche und geistige Betätigungsfelder zu geben.
Sein Metier ist das Hüten von Schafherden. Konzentriert
und zielstrebig hat er gleichzeitig Herde und Besitzer
im Blick, immer bereit, Kommandos umgehend umzusetzen.
Selbst kleinste Zeichen seines Halters reichen, um
dem Border Collie seine Aufgaben zuzuweisen.
Er ist in der Lage, selbständig zu agieren, sehr
gehorsam und ständig in Bereitschaft.
Seine Loyalität und Zuverlässigkeit machen
ihn zu einem treuen Begleiter des Menschen.
Mittlerweile ist der
Border Collie zu einem regelrechten Modehund geworden.
Kommt der vor Intelligenz und Arbeitseifer
strotzende Geselle in falsche Hände, kann das schlimme
Folgen haben.
Bei Unterforderung können diese Hunde mit Aggressivität,
Zerstörungswut und gar Selbstverstümmelung
reagieren. Sie suchen sich selbst ein Ventil, um Langeweile
zu umgehen.
Als Kuschelhund für's Sofa ist er definitiv die
falsche Wahl. Wird er dagegen mit Hundesport wie Agility,
Radfahren, Jogging einem Hindernis-Parcour oder Suchspielen
ausreichend beschäftigt, zeigt der Border Collie
sich kinderlieb, kooperativ, ausgeglichen und aufgeschlossen.
Etwa fünf Stunden täglich sollten Frauchen
und Herrchen zur Beschäftigung und Bespaßung
einplanen.
Auf Wettbewerben meistert er seine Aufgaben mit enormer
Schnelligkeit und Präzission. Unter einer erfahrenen,
ruhigen und verhaltensorientierten Führung, die
mit liebevollem Umgang einhergeht, wird der Schnell-Lerner
sich zu einem glücklichen, fröhlichen Begleiter
entwickeln.
Wer sich also bewusst ist, dass viel Bewegung, Sport
und geistige Beschäftigung für den Border
Collie ein absolutes Muss sind, sollte nach seriösen
Züchtern Ausschau halten.
Auch sollte man sich
klar darüber sein, dass der energiegeladene Border
nicht als reiner Familienhund gehalten werden sollte.
Die Rasse ist robust und gesund. Ohren
und Augen sollten regelmäßig kontrolliert
werden. Die Lebenserwartung dieser intelligenten, lernfähigen,
agilen Hunde liegt bei etwa fünfzehn Jahren.
© 2011ChKrb
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