Der
Boxer – nervenstark, gutmütig und absolut
treu
Ursprünglich wurde der Boxer als sogenannter Bullenbeißer
zur Jagd auf Wild gezüchtet, denn als seine Vorfahren
gelten die Brabanter Bullenbeißer. In Anlehnung
an den Münchner Begriff “Bierboxer”
entstand der bis heute so benannte “Deutsche Boxer”.
1896 wurde in Deutschland der Boxer-Klub E.V. gegründet
und 1904 ein Standard aufgestellt. Seit 1924 ist der
Deutsche Boxer anerkannt als Diensthunderasse.
Mittelgroß
und mit glattem Fell versehen, ist der Boxer ein muskulöser,
kraftvoller Geselle mit beeindruckendem Gesichtsausdruck.
Er bewegt sich lebhaft und bewahrt trotz seiner kräftigen
Erscheinung eine gewisse Eleganz.
Der gutmütige Boxer gilt als nervenstark, ruhig,
und ist mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen
ausgestattet.
Seiner Familie ist er treu ergeben. Er zeigt weder
aggressives, noch hinterlistiges oder gar bösartiges
Verhalten.
Zuverlässig, verspielt und sehr kinderlieb ist
der Boxer ein echter Kamerad, auf den man sich verlassen
kann.
Da er schon mal recht ungestüm seiner Freude Ausdruck
verleiht, sollte man stets ein Auge auf kleinere Kinder
werfen, damit es nicht zu unfreiwilligen Stürzen
kommt. Der Boxer meint es aber nicht böse.
Seine Familie und deren Hab und Gut verteidigt er im
Notfall mit Mut, Unerschrockenheit und Vehemenz.
Trotz seines unbedingten Verteidigungswillens seiner
Menschenfamilie und seines Territoriums, ist er für
das Bewachen von Betriebsgeländen nicht unbedingt
die beste Wahl.
Der Boxer hat eine natürliche
Bereitschaft zur Unterordnung, und ist aufgrund seines
ausgeprägten Spieltriebs leicht zu erziehen und
zu führen. Natürlich sollte
die Erziehung mit angemessener Konsequenz und Geduld
erfolgen. Harte Worte machen ihn traurig. Sein Blick
spricht dann tausend Worte, und es kann vorkommen, dass
er die Mitarbeit komplett verweigert und auf “stur
stellt”.
Wie jeder Hund braucht auch der Boxer Grenzen und Regeln
sowie eine klar definierte Rangfolge. Der Besuch einer
Hundeschule oder eines Boxer-Klubs kann sehr hilfreich
sein.
Ein Boxer braucht Beschäftigung. Die kann in
Form von sportlichen Aktivitäten, Jogging oder
Ballspielen erfolgen. Lange Spaziergänge zum Stöbern
und Schnüffeln sollten ebenfalls zum Programm gehören.
Nicht selten wird der zuverlässige Hundekollege
als Dienst- oder Schutzhund eingesetzt. Möchte
man einen Boxer zu sich holen, empfiehlt sich in jedem
Fall der Besuch bei seriösen Züchtern, sowie
Erkundigungen nach medizinisch durchgeführter Prophylaxe.
© 2011ChKrb
|