Der
Bracco Italiano – edler Jagdhund, stark, sanft
und unermüdlich
Aller Wahrscheinlichkeit nach ist der Bracco Italiano
eine Kreuzung aus ägyptischen Jagdhunden und antiken
Mollossern. Lange Zeit wurde dieser Hundetyp zur Vogeljagd
eingesetzt, insbesondere zusammen mit Falknern.
Nachdem die Rasse nach dem zweiten Weltkrieg stark
dezimiert wurde, erholte sich die Zucht nach und nach
wieder. Über die Grenzen Italiens hinaus ist der
Bracco Italiano nicht sehr weit verbreitet.
Der
imposante Jagdhund bringt bis zu 35 kg Gewicht auf die
Waage. Sein kurzes, dichtes Fell glänzt
in verschiedenen Farbgebungen und Zeichnungen.
Entweder weiß mit verschieden großen Flecken
in orange oder bernsteinfarben, oder weiß-blassorange
gesprenkelt. In der Regel ist die Maske symetrisch.
Seine langen Schlappohren sind jagdhundtypisch, und
bedürfen der regelmäßigen Kontrolle
auf Entzündungen oder Rötungen.
Kraftvoll und athletisch
vom Körperbau, mag er lange Strecken, und ist weniger
für kurze Sprints zu begeistern.
Der Bracco Italiano ist vielleicht nicht gerade ein
Ausbund an Temperament, dafür aber fleißig,
ausdauernd und sorgfältig.
So schnell gibt er nicht auf, wenn er im Gelände
unterwegs ist.
Bei der Erziehung und Ausbildung ist Härte kein
gutes Mittel. Der freundliche Geselle ist lernwillig,
sensibel und eifrig bemüht, seinem Besitzer zu
gefallen.
Trotzdem er ein Jagdhund ist und gerne seinen entsprechenden
Aufgaben nachgeht, ist er zudem ein braver Begleit-
und Familienhund. Auch wenn er ein wenig langsamer als
manch andere jagende Hundekollegen sein mag, ist seine
Arbeit meistens von Erfolg gekrönt.
Mittlerweile ist die
Zucht soweit gediehen, dass ihm auch heiße Temperaturen,
wie unter der Sonne Italiens, nicht mehr so viel ausmachen.
Seinem hoch entwickelten Geruchssinn
entgeht so schnell keine Spur. Konzentriert und immer
bei der Suche folgt er dem Geruch.
Sein Gesicht wirkt immer etwas nachdenklich, wenn
nicht kritisch, was ihn inzwischen zum “Denker”
unter den Jagdhunden gemacht hat.
Der Bracco Italiano ist geduldig und freundlich. Er
mag Kinder, und ist trotz seines Gewichts alles andere
als ungestüm, sondern vorsichtig und behutsam.
Der sanfte Vierbeiner
braucht viel Bewegung und fühlt sich weder in der
Stadt, noch in einer kleinen Wohnung wohl. Er
liebt das Stöbern in freier Natur, wobei er hochzufrieden
durchs Gelände trabt. Auch als Apportierhund ist
er ein echtes Naturtalent.
Natürlich braucht auch dieser Jagdhundtyp eine
geduldige, ruhige und beständige Führung.
Weil er aber lernfreudig ist, wird er seine Aufgaben
mit Bravour meistern.
Neben der Ohrenpflege sollten auch die Beißerchen
regelmäßig kontrolliert werden. Die Lebenserwartung
des zuverlässigen Gesellen liegt bei etwa zwölf
Jahren.
© 2011ChKrb
|