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mehr Halter nehmen ihren Hund mit zur Arbeit.
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Die
wichtigsten Voraussetzungen dafür sind eine
gute Erziehung und Kollegen beziehungsweise
Chefs,die nichts gegen einen vierbeinigen Gast
in ihren Räumlichkeiten haben - oder das
Betriebsklima verbessern mochten ...
Sie ist nicht nur äußerst angenehm, die gute Laune. Sie hilft sogar bei der Bearbeitung kreativer Aufgaben.
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Hunde haben eine beruhigende,
tröstende Wirkung auf den Menschen
und helfen, angespannte Situationen zu entschärfen
sowie Stress abzubauen. Ein Hund im Büro belebt
die Atmosphäre und bringt Kollegen miteinander
in Kontakt. Der Grund: Das Thema „Tier“
ist neutral und positiv besetzt und gibt Anlass zur
Freude. Das kann so weit gehen, dass unter dem guten
Einfluss eines Hundes am Arbeitsplatz die Leistung der
Mitarbeiter steigt.
Im Büro von Margund Mrozek gibt es sogar drei
Hunde. Das ist in ihrem Fall nicht weiter verwunderlich,
schließlich ist sie die Sprecherin der Bundestierärztekammer
in Bonn. An anderen Arbeitsplätzen sind tierische
Kollegen keine Selbstverständlichkeit. Wer hier
seinen Hund mitbringen möchte, muss vorsorgen:Es
müssen alle einverstanden sein, nicht nur der Chef.
Und es darf kein Kollege dabei sein, der Angst vor Hunden
oder eine Tierhaarallergie hat.
Freilich
muss auch der Hund eine Grundvoraussetzung erfüllen:
Er darf kein Draufgänger sein, der ständig
Bewegung braucht. «Ein Jack-Russell-Terrier
zum Beispiel, der will immer was unternehmen»,
sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche
Hundewesen (VDH) in Dortmund.
Einen
Amtseid abzulegen ist nicht nötig ! -> |
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Neben der Rasse hängt
es auch vom individuellen Wesen eines Hundes ab,
ob er bürotauglich ist: «Ich habe zwei Pyrenäen-Hütehunde»,
erzählt Kopernik. Der selbstständige Grafikdesigner
nimmt seine Vierbeiner ebenfalls mit zur Arbeit. Und
während einer der beiden oft unruhig sei und deshalb
zumindest für ein größeres Büro
mit mehreren Mitarbeitern nicht geeignet wäre,
verhalte sich der andere vorbildlich: «Wenn ich
Besucher habe, kriegen die oft gar nicht mit, dass da
ein Hund ist.»
Ehe ein Vierbeiner zum ersten Mal neben den Schreibtisch
seines Herrchens darf, sollte er gut erzogen worden
sein. «Am wichtigsten ist, dass er weiß,
wo sein Platz ist», erklärt Margund Mrozek.
Deshalb übt der Halter zu Hause mit seinem Hund
- indem er ihn etwa immer wieder auf eine Decke lockt
und ihn dann mit einem Leckerchen belohnt. Auf diese
Weise lässt sich verhindern, dass der Vierbeiner
durchs Büro vagabundiert und selbst den tierliebsten
Kollegen irgendwann auf die Nerven geht.
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An
den ersten Tagen wird die Decke dann mit ins Büro
genommen und an den gewünschten Platz gelegt.
«Das macht das Wiedererkennen einfacher»,
sagt Margund Mrozek. Der Hund müsse zwar
nicht den ganzen Tag an seinem Platz bleiben.
«Aber er sollte auch nicht die Mülleimer
plündern.» |
Die Chance, dass das
klappt, ist am höchsten, wenn der
Vierbeiner früh, aber noch nicht als Welpe mit
ins Büro genommen wird. Denn zum einen dürfte
die fremde Umgebung ein Hundebaby überfordern.
Außerdem müsste es anfangs den Experten zufolge
alle zwei Stunden ausgeführt werden, um sein Geschäft
zu verrichten. Zum anderen besteht die Gefahr, dass
entzückte Kollegen ihm Unfug durchgehen lassen
- etwa an Menschen hochzuspringen - und so die Erziehung
zu Nichte machen.
Aber auch später
sollte der Halter darauf achten, dass
Kollegen den Hund zum Beispiel nicht heimlich mit Leckereien
versorgen, rät Kopernik: «Das ist ein "Klassiker":
Kaum hat man ihm beigebracht, dass das Naschen zwischendurch
tabu ist, füttert ihn ein Kollege mit Stückchen
vom Frühstücksbrötchen.» Seine
Mahlzeiten bekommt der Hund am besten nicht im Büro,
sondern morgens und abends zu Hause.
Christian Weltz aus Hamburg geht mit Foxterrier-Mischling
Freddy tagsüber meist nur einmal Gassi - in der
Mittagspause. Weitere Spaziergänge stehen morgens
und nach Feierabend an. «Abends braucht er etwas
mehr Bewegung», sagt der Versicherungsfachmann.
Es reiche nach einem Tag im Büro nicht aus, nur
einmal kurz um den Block zu gehen, bestätigt Udo
Kopernik. «Der Hund muss dann auch geistig gefordert
werden, zum Beispiel mit Spielchen wie dem Apportieren.»
Wichtig ist es, auch
für Tage eine Lösung parat zu haben,
an denen der Vierbeiner ausnahmsweise nicht mit zur
Arbeit kommen kann - weil sein Herrchen einen besonders
wichtigen Geschäftspartner empfängt oder einen
Termin außer Haus hat. «Ich bringe Freddy
dann morgens in einen "Hundekindergarten"
und hole ihn abends wieder ab», sagt Christian
Weltz. Und am Tag darauf darf Freddy dann wieder ins
Büro - zum Kauknochen abnagen, zum Spielen unterm
Schreibtisch und vor allem zum Schlafen.
Nicht nur Hund und Halter
sind im Büroalltag gefordert, was
die Umgangsformen angeht. Auch die Kollegen müssen
ein paar Regeln befolgen, die ihnen der Besitzer an
die Hand geben sollte. Denn der kennt sein Tier und
weiß, was man ihm zumuten kann und wann man es
überfordert. Im Zweifel lautet die Faustregel:
Vorher den Besitzer fragen, denn der bestimmt, was erlaubt
ist und was nicht! Außerdem ist er die Bezugsperson
des Tieres und sollte es auch bleiben. Also: Ein Leckerchen
oder Spielchen in Ehren, aber nur mit Erlaubnis des
Halters. Und nicht vergessen, dass auch ein Hund seine
Belastungsgrenzen hat!
/rk
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