Der Chow Chow –
wuscheliger Geselle mit manchmal eigenwilligem Charakter
Der Chow-Chow stammt aus China und gehört zu
den Spitzarten. In seiner Heimat führte diese Rasse
keinesfalls ein luxuriöses Leben, sondern musste
als Gebrauchshund als Schlittenhund oder bei der Jagd
arbeiten.
Ebenso fand er seinen Einsatz als verlässlicher
Hütehund. Im Jahre 1880 siedelte der Chow Chow
in Europa an, die Zucht begann 1887 in England, wo er
1894 vom englischen Kennel Club als Rasse anerkannt
wurde.
Das
Markenzeichen des löwenmähnigen Teddys ist
seine blau-schwarze Zunge. Auch Lefzen
und Gaumen schimmern bläulich.
Der Chow Chow wird in langhaariger und kurzhaariger
Form gezüchtet. Die kurzhaarige Art mutet äußerst
plüschig an, eben wie ein Teddy.
Sein Fell ist einfarbig und in den Farben Schwarz,
Rot, Rehfarben oder Crème anzutreffen.
Der imposante Kopf erinnert an einen Löwen. Seine
runden Puschelohren stehen aufrecht.
Der wuschelige Geselle
ist robust, unempfindlich und kräftig, kann aber
ab und an ein wenig unzugänglich und eigenwillig
sein. In einer Familie sucht er sich
seinen liebsten Menschenfreund selbst aus und ist diesem
treu ergeben.
Man bezeichnet ihn auch als “Ein-Mann-Hund”.
So ganz einfach ist seine
Erziehung nicht. Eine erfahrene Person,
die dem Chow Chow zeigt wo es lang geht, ist von Vorteil.
Am besten kann man den robusten Burschen im Welpenalter
sozialisieren. Dann lernt er rasch den Umgang mit Kindern
und Haustieren.
Ist er gut erzogen, wird er Regeln befolgen und seine
Dominanz hinten anstellen. Ist der Besitzer allerdings
ein wenig lasch in seinen Erziehungsmethoden, hat der
Chow Chow das in pfiffiger Spitzmanier schnell heraus,
und scheut sich nicht, das Alpha-Tier zu geben.
Dann ist er der Chef im Haus, kann äußerst
stur und widerspenstig sein. Kann der Chow Chow sich
nicht am seinem Halter orientieren und bekommt er zu
wenig Führung, kann er durchaus mal mit Aggression
reagieren.
Akzeptiert er aber die Rangfolge “Erst Mensch,
dann Tier”, ist er loyal, aufmerksam und freundlich.
Ein prima Begleithund für die ganze Familie.
Der Chow Chow ist lernfreudig und mag immer neue Tricks.
Da stellt er sich schon mal auf die Hinterbeine oder
merkt sich Begriffe. Sein Territorium und seine Familie
verteidigt er, wenn er sie bedroht glaubt.
Der Chow Chow kann in
einer Wohnung gehalten werden, braucht allerdings seine
tägliche Spazier-Einheit. Er neigt
zwar nicht zu übermäßiger Aktivität,
trotzdem freut er sich über einen Laufplatz im
Außenbereich.
Auch sollte man ihn geistig fordern, indem man mit
ihm regelmäßige Übungen macht. Bewegung
und Beschäftigung helfen, Verhaltensauffälligkeiten
zu vermeiden.
Aufgrund seines dicken Fells ist er von Hitze nicht
besonders begeistert, sondern bevorzugt kühlere
Temperaturen.
Die Rasse kann anfällig für Augenerkrankungen,
wie Anomalien am Augenlid, sein. Auch Hüftdysplasien
und Ohrenentzündungen können dem kraftvollen
Gesellen zu schaffen machen.
Das Wuschelfell sollte natürlich regelmäßig
gebürstet und gepflegt werden. Die Lebenserwartung
der Chow Chows liegt etwa zwischen dreizehn und fünfzehn
Jahren. Ein prachtvoller Hund, der durch sein Erscheinungsbild
und seine selbstbewussten Charaktereigenschaften punktet.
© 2011ChKrb
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