Der
Coton de Tuléar (franz. Baumwolle von Tuléar)
– Familienhund mit fröhlichem Wesen
Für gut betuchte Bewohner im Süden Madagaskars
war der Coton de Tuléar lange Zeit der exklusive
Schoßhund seiner Besitzer. Die Rasse ist in Linien
mit dem Malteser, Havaneser oder Bologneser rasseverwandt.
Wer einen solchen Hund sein Eigen nennen möchte,
muss schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen, denn
bis vor etwa zwanzig Jahren war der wuschelige Geselle
in Europa kaum bekannt. Er ist auch heute nicht so leicht
zu bekommen.
Der
muntere Vierbeiner verfügt über ein wirklich
ansprechendes Haarkleid.
Baumwollartig, weiß, seidig und flauschig ist
es außergewöhnlich hübsch, aber auch
sehr pflegeintensiv.
Im weißen Fell sind häufig graue oder schwarze
Stichelungen zu finden.
Im Gegensatz zu den meisten Hunden, hat diese Rasse
kein wärmendes Unterfell, verliert aber nur wenig
Haare und ist daher sowohl für Allergiker als auch
Asthmatiker geeignet.
Außerdem riecht er angenehm, und man kann auch
bei Nässe keinen typischen Hundegeruch an ihm feststellen.
Seine puscheligen Ohren kann man im wolligen Fell kaum
erkennen.
Der Coton de Tuléar
ist umgänglich, munter und eine wahre Frohnatur.
Sein Gesichtsausdruck hat etwas Keckes und Verschmitztes
an sich. Als Familienhund ist er die ideale Wahl, denn
er kann sich ruck zuck an seine Menschen und deren Lebensstil
anpassen.
Er ist recht leicht zu erziehen, weil er unbedingt
gefallen will und eifrig bemüht ist, seinem Besitzer
ein paar Streicheleinheiten und lobende Worte zu entlocken.
Dann freut er sich unbändig, hüpft vor lauter
Ausgelassenheit auf und ab und wedelt, das der ganze
Körper in Schwingung gerät.
Pfiffig wie er ist, kann
er auch ein wenig Eigensinn entwickeln.
Lässt man ihm einmal etwas durchgehen, sieht er
keinen Sinn darin, es beim nächsten Mal zu lassen.
Also ist eine gewisse Konsequenz angesagt, auch wenn
es angesichts seines süßen Aussehens schwer
fallen mag.
Trotz seiner niedlichen Gesamterscheinung sollte man
den kleinen Racker keinesfalls verzärteln. Er ist
zwar verspielt und kuschelt gerne, braucht aber genauso
viel Bewegung und geistige Beschäftigung.
Hundesport und ein paar Gehorsamsübungen sind
sinnvolle Maßnahmen, um das Energiebündel
ausreichend zu fordern. Der Coton de Tuléar sorgt
mit seiner guten Laune für allerlei Spaß
und Schabernack.
Der drollige Geselle ist gesund und unempfindlich,
freut sich über ausgedehnte und auch kürzere
Spaziergänge sowie ausgelassenes Spiel im heimischen
Garten. Er mag nicht gerne allein gelassen werden, was
er mit herzerweichendem Winseln und Jaulen äußern
kann.
Seine Familie ist sein Ein und Alles, deshalb möchte
er am liebsten überall dabei sein. Er ist weder
nässe- noch kälteempfindlich. Ist er nass
geworden, sollte man den agilen Vierbeiner allerdings
mit einem weichen Tuch trockenreiben.
Um Haarverfilzungen des
schönen Fells zu vermeiden, ist die tägliche
Bürsten-Viertelstunde Pflichtprogramm. Er
kann in ländlichen oder städtischen Gegenden
gehalten werden. Mit einem smarten Coton de Tuléar
im Haus gehört Langeweile der Vergangenheit an.
© 2011ChKrb
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