Der
Curly-Coated Retriever – kinderlieb und mit hervorragendem
Gedächtnis
Der Curly-Coated Retriever ist ein seltenes Exemplar
und die älteste Retriever-Art überhaupt.
Der kraus gelockte Geselle, kurz Curley genannt, ist
in der Hauptsache in Nordamerika anzutreffen, aber auch
immer häufiger in Europa. Weltweit existieren nur
etwa viertausend Exemplare dieser außergewöhnlichen
Rasse.
Ursprünglich entstammt er wohl einer Kreuzung
des Neufundländers mit dem Irish Water Spaniel
sowie diversen Pudel-Arten. Sei Herkunftsland ist Großbritannien.
Der
hochbeinige Curly hat einen kräftigen Körperbau,
ist robust und großgewachsen. Trotz seiner Statur
bewegt sich der Hund elegant und geschmeidig.
Sein Fell ist schwarz oder braun und besticht durch
eng anliegende, kleine, dichte Locken.
Sein Gesichtsausdruck ist freundlich und aufmerksam.
Manchmal kann man in seinem Gesicht wie in einem Buch
lesen.
Mal blitzen die Augen verwegen, dann wieder schaut
er mit herzerweichendem Blick in die Augen seines Besitzers.
Auch seine Ohren sind ständig in Bewegung und geben
Aufschluss über den gegenwärtigen Gemütszustand.
Der liebenswerte Curly ist kinderlieb, mag Wasser und
bringt alles Mögliche von A nach B. Eben typisch
Retriever. Holen und Bringen sind seine Hobbys.
Diese Retriever-Art ist äußerst vielseitig,
und kann sowohl als Jagd- sowie auch als- Sporthund
eingesetzt werden. Einer seiner Charakterzüge ist
das selbständige Agieren.
Er wird seinem Besitzer nicht vorbehaltlos dessen Wünsche
erfüllen, sondern “denkt” schon mal
über Sinn und Unsinn des Geforderten nach.
Er liebt die Zusammenarbeit mit dem Menschen, ist äußerst
lernwillig und verinnerlicht einmal Erlerntes im Nu.
Hat er einen Knochen vergraben, oder sein Spielzeug
verschleppt, wird er es jederzeit wiederfinden, sofern
er Lust dazu hat. Nach Wochen kann schon mal ein verloren
geglaubtes Brötchen aus dem Sandkasten hervorgeholt
werden.
Da er über einen
ordentlichen Schuss Temperament verfügt, ist es
ratsam, sich den Curly immer wieder austoben zu lassen.
Sonst wird er in der Wohnung schnell ein wenig überaktiv.
Und weil er kein Perfektionist in Sachen Feinmotorik
ist, kann auch schon mal was zu Bruch gehen.
Hat der lauuffreudige Geselle genügend Power abgelassen,
schmeißt er sich gerne zum Relaxen mit von sich
gestreckten Pfoten auf seinen Lieblingsplatz.
Von Natur aus clever, ist der Curly zu allerlei Schabernack
aufgelegt und weiß die Schwachstellen seines Besitzers
auszunutzen. Bei der Erziehung des agilen Burschen ist
deshalb ein erfahrener, ruhiger Halter gefragt, der
sich nicht so schnell ins Boxhorn jagen lässt und
entsprechende Konsequenz an den Tag legt.
Ein robuste, gesunde Curly wird nicht gerade schnell
erwachsen. Die Flegeljahre dauern etwas länger,
was seine geistige wie auch körperliche Entwicklung
betrifft. Ausgelassen wie ein Welpe spielt und spaßt
er, was das Zeug hält.
Der Curly muss übrigens im Gegensatz zum Pudel
nicht geschoren werden.
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