Der
Dalmatiner – Energie und Lebensfreude pur
Der beliebte Dalmatiner zählt zu den alten Rassen,
die bereits im 17. Jahrhundert in Mittel- und Südeuropa
bekannt war.
Man findet ihn auf Gemälden dieser Zeit. Auch
auf Wappenschildern oder Helmen sah man den schwarzgefleckten
Hund.
In England liefen sie Kutschen voraus, um als Wächter
für lauernde Gefahren zu dienen. Ihre Ausdauer
und Lauffreude waren ideale Voraussetzungen für
diese Aufgabe. Zwischenzeitlich war die Rasse stark
dezimiert, erlebte dann in den Siebzigerjahren aber
einen regelrechten Boom und ist bis heute sehr gefragt.
Der
sportliche Dalmatiner ist ein echter Pferdeliebhaber
und Reiter wählen die Rasse häufig als Begleithund.
Der Körper ist kräftig, schlank und gut proportioniert.
Natürlich ist das
Fell ein Hingucker. Die schwarzen Flecken
auf weißem Grund sind einmalig und bei jedem Exemplar
anders gestreut.
Als Welpe ist der hübsche Geselle noch ohne Tupfen.
Sie zeigen sich nach etwa zehn bis vierzehn Tagen. Das
Haarkleid ist kurz, dicht, glatt und glänzend.
Der Dalmatiner hat eine große Portion Energie
und kann regelrecht überschwänglich sein.
Er ist ausgeglichen, freundlich, dabei immer von Neugier
getrieben.
Er liebt seine Menschen, ist anhänglich und lässt
sich prima in eine Familie integrieren. Vor Lebensfreude
sprühend, ist er extrem lernfreudig und begeistert
sich für allerlei Spaß und Spiel.
Bedingt
durch seine Wurzeln als Arbeitshund ist er eigenständig
und unabhängig.
Ab und zu kann der agile Geselle deshalb ein bisschen
stur sein, daher sollte sein Besitzer ihn mit Geduld
und Konsequenz erziehen und trainieren.
Neugierig und lernbegierig wie er ist, verinnerlicht
er Neues sehr schnell und behält es im Hundegedächtnis.
Um Langeweile entgegenzuwirken ist sein Besitzer gefragt,
Abwechslung in den Hundealltag zu bringen. Der gefleckte
Geselle entwickelt ein sehr starke Bindung zu seinem
Halter, während er Fremden gegenüber etwas
zurückhaltend sein kann.
Neben geistiger Beschäftigung
braucht der Dalmatiner reichlich Bewegung. Toben
im Garten, Touren am Fahrrad, mit dem Reiter durch Wald
und Flur laufen, sind Dinge, die der energiegeladene
Vierbeiner liebt.
Viele Besitzer staunen über die Feinfühligkeit
ihrer Dalmatiner. Sie scheinen Stimmungen zu spüren,
sitzen mit treuherzigem Blick da, wenn sein Halter mal
nicht so gut drauf ist. Umgekehrt erkennen sie gute
Laune mit einem Blick, hüpfen aufgeregt herum und
wollen toben.
Manchmal hört man,
der Dalmatiner sei ein nervöser Hund und schwierig
zu führen. Das liegt dann aber
in der Regel daran, dass das Tier nicht entsprechend
seines Wesens ausgelastet ist, unterfordert ist, oder
man flegelhaftes Benehmen hinnimmt ohne die nötige
Konsequenz.
Beginnt man frühzeitig mit Erziehung und Sozialisation,
und berücksichtigt die enorme Energie des Dalmatiners,
wir man einen liebenswerten, fröhlichen und treuen
Hund an seiner Seite haben.
Für die Zwingerhaltung ist er nicht geeignet.
Er braucht seine Familie um sich und will am Leben teilhaben.
Seine Lebenserwartung liegt bei zwölf bis vierzehn
Jahren.
© 2011ChKrb
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