Der
Dandie Dinmont – Begleithund mit Mut und Esprit
Man sagt, der Dandie Dinmont wurde urprünglich
von umherreisenden Menschen in Northumberland gezüchtet.
Er hat etwas vom Berlington Terrier, vielleicht waren
auch Einkreuzungen vom sogenannten Otterhund und des
Welsh-Terrier dabei.
Er gilt als Vorfahre
des Rauhaardackels. Jedenfalls erhielt
der Vierbeiner seinen Namen aufgrund einer Romanfigur
des Autors Sir Walter Scott. Im 19. Jahrhundert fand
der Dandie dann den Weg nach Deutschland, ist aber bis
heute eher selten anzutreffen.
Beim
Dandie handelt es sich um eine eigenständige Rasse,
die zur Gruppe des schottischen Terriers gehört.
Sein Fell ist senf- oder pfefferfarben. Man spricht
in diesem Zusammenhang auch vom englischen “salt
and pepper”.
Der kompakte Geselle
ist nicht zu unterschätzen. Er
machte Jagd auf Kaninchen, ist mutig und arbeitsfreudig.
Als Begleithund ist er die ideale Wahl. Hat er Vertrauen
gefasst, ist er seinem Besitzer treu ergeben und würde
sich jederzeit schützend vor ihn werfen.
Obwohl recht klein, kann er über sich hinauswachsen
und mutiert innerlich zur größten Dogge.
Er bewacht sein Territorium und wenn irgendetwas nicht
nach Plan läuft, tut er sein Missfallen durch respekteinflößendes
Gebell kund. Man staunt über seine kräftige
“Stimme”.
Der drollige Dandie ist anpassungsfähig und erkennt
Stimmungen mit ausgeprägter Feinfühligkeit.
Eben noch herumgetobt, kann er im nächsten Moment
still dasitzen, und setzt seine verständnisvolle
Philosophen-Mine auf.
So aufgeschlossen er seiner Familie gegenüber
ist, so zugeknöpft kann er sich Fremden zeigen.
Manchmal gibt er sich regelrecht unnahbar.
Der clevere Bursche fühlt
sich bei ruhigen Haltern am wohlsten.
Natürlich braucht er eine angemessene Erziehung,
die durch Geduld und liebevolle Führung geprägt
ist. Laute Worte verunsichern ihn. Da er sehr schnell
lernt, versteht er auch so, was man von ihm will.
Er liebt es im Garten zu stöbern, mag die Natur,
Ballspiele und flotte Spaziergänge. In echter Terriermanier
hat er seine Jagdeigenschaften bewahrt, und ab und zu
kann er schon mal vom Wege abkommen, wenn es Interessantes
zu entdecken gibt. Ansonsten ist der kleine Racker liebenswert,
verspielt und von ausgeglichenem Wesen.
Tägliche Spaziergänge und Platz zum Toben
sollte man seinem Dandie immer bieten. Als kleiner Arbeiter
freut er sich über immer neue Anregungen und Aufgaben.
Eine fettarme Ernährung ist neben ausreichend
Bewegung wesentlich, sonst hat man schnell einen kugeligen
Gesellen zu Hause.
Aufgrund seiner kurzen Läufe können gerade
bei Übergewicht Gelenkserkrankungen die Folge sein.
Der Dandie ist ein robuster, kerniger, gesunder Kerl,
der bei guter Hege und Pflege zwölf bis fünfzehn
Jahre alt werden kann.
© 2011ChKrb
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