| Die
richtige Technik (wie weit Sie schneiden können/dürfen)
sollten Sie sich vom TA oder Züchter zeigen lassen
!
Üben/simulieren Sie vorher
das Krallenschneiden!
Wenn Ihr Hund nur auf weichem Untergrund läuft
müssen die Krallen regelmäßig gestutzt
werden.
Die Krallen sollten mit ihren Spitzen den Boden kaum
berühren. Ansonsten müssten sie gekürzt
werden. Um das prüfen, stellen Sie ihren Hund auf
einen ebenen Untergrund.
Sind die Krallen nur unwesentlich zu lang, genügt
das Befeilen mit einer guten Nagelfeile. Es ist recht
mühsam, birgt aber kaum Verletzungsgefahr. Oft
wachsen die Krallen aber wesentlich länger. Sie
berühren deutlich den Boden. Dadurch bringen sie
die Vorderpfoten in eine unnatürliche Lage und
können selbst bei ausgewachsenen Tieren Verformungen
der Vorderläufe verursachen.
Jeder Besitzer kann das gut allein machen. Je nach
Temprament des Hundes kann anfangs ein Helfer dienlich
sein.
Tipp:Regelmäßig
auf dem Bürgersteig spazierengehen - und das Krallenscheiden
gehört der Vergangenheit an.Ein kleines Ballspiel
auf festem Untergrund bewirkt Wunder.Nur die Wolfskralle/Daumenkralle
bedarf noch ein wenig Aufmerksamkeit.
Führen Sie ihren
Hund Spielerisch an das Werkzeug,die Krallenschere heran
 |
Loben Sie Ihren Hund für das
Beschnüffeln und Anstupsen der Krallenschere
, anfangs sogar für jede kleine Annäherung
und jeden Blick in Richtung Schere.
Ist diese Hürde gemeistert, gibt’s
Leckerli dafür, dass Ihr Hund sich mit der
Krallenschere am Körper und dann an der Pfote
berühren lässt.Lassen Sie sich Zeit.Wiederholen
Sie diese Übung öfters.Sieht Ihr Hund
das Werkzeug als ganz normal an,kommt die nächste
Übung. |
Es ist praktisch das
ruhige Halten der Pfote in der Hand zu üben
Hunde, die das Pfötchen Geben gelernt haben, reichen
zwar die Pfote, ziehen sie häufig auch schnell
wieder zurück.
Üben Sie die in Ihrer Hand liegende Pfote zu
berühren oder mit Ihrer freien Hand darüber
zu streichen, damit Ihr Hund sich daran gewöhnt,
dass Sie an seinen Pfoten herummanipulieren. Sie sollten
Ihren Hund damit vertraut machen, dass Sie seine Pfote
locker festhalten(als Absicherung)dass er sie später
nicht doch plötzlich zurück zieht und sich
wehtut, während Sie gerade an seiner Kralle schneiden.
 |
Ihr
Hund kennt nun eine Krallenschere und Sie können
die Pfote locker festhalten. In
der einen Hand liegt die Pfote. Mit der anderen
Hand greifen Sie nach der Krallenschere. Sie steigern
wieder Schritt für Schritt die Anforderungen,
biss dass die Krallenschere schließlich
Pfotenberührung hat und Ihr Hund schließlich
ruhig seine Pfote für eine Weile in Ihrer
Hand liegen lässt, während Sie die Krallenschere
daran halten oder mit der Schere über seine
Pfote zu streichen.
Üben Sie wieder so
lange,bis das möglich ist.
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Wenn Sie nach Tage/Wochen
so weit gekommen sind,ist es nun soweit ,kleine Schnipsel
zu machen.
In Krallennähe (die Pfote liegt natürlich
in Ihrer Hand) öffnen und schließen Sie die
Schere.
Leckerli, wenn Ihr Hund still hält.
In einem nächsten Schritt legen Sie die geöffnete
Schere um die Kralle.
Legen Sie die Schere auch mal um eine zweite oder eine
dritte Kralle.
Dabei wird noch kein Stück
der Kralle abgeknippst!
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Aber
stopp: Geschnitten wird noch nicht
gleich in ganzer Länge.
Wir fangen an, zum Training ganz winzige, milimeter
kleine Stückchen abzuschneiden. |
Es darf geschnitten
werden(winzige, milimeter kleine Stückchen )
Denken Sie daran, nicht
zu viel der Kralle abschneiden, wenn Ihre abgeknipsten
Krallenstücke allmählich größer
werden.
Achten Sie darauf, die Blutgefäße nicht
zu verletzten.

Fotos:tierhilfeev-leipzig
Zum Schneiden der Krallen eignet sich bei kleinen
Hunden ein Nagelclipser, bei größeren Hunden
sollten Sie eine speziele Krallenschere kaufen.Nagelzangen
für den menschlichen Bedarf sind ungeeignet, da
sie durch die einfache, glatte Schnittfläche oft
Quetschungen verursachen, statt die Kralle gut zu kürzen.
Die Krallenzange muss in Größe und Stabilität
zum Hund passen.Gut bewährt haben sich Modelle
mit runden Schneidflächen, deren Form einer Kralle
nachempfunden wurde.
In den Krallen befinden sich Nerven und Blutgefäße.
Bei jedem Tier ragen diese unterschiedlich weit in die
Krallen hinein. Hat der Hund dunkles Krallenpigment,
ist es allerdings fast unmöglich von außen
zu erahnen, wo Nerven und Blutgefäße enden.
Darum geht man sehr vorsichtig vor. Die Krallenzange
wird immer waagerecht zur Kralle, nie schräg angesetzt.
Zuerst kürzt man nur eine winzige Spitze der Kralle,
um eine Vorstellung zu bekommen, wie weit das „Leben“
darin reicht.
Trotz größter Bemühungen passiert es
auch Hundepflege-Profis oder Tierärzten hin und
wieder, dass das Krallenleben beim Kürzen der Krallen
getroffen wird. Die Krallen bluten dann. Bei dunklen
Krallenpigmenten kann man dieses schmerzhafte Missgeschick
leider nie ganz ausschließen. Da hilft nur sehr
regelmäßiges Kürzen der Krallen und
viel Bewegung des Hundes auf festem Untergrund.
Verletzungen, wie ausgerissene Krallen, gehören
in die Hand des Tierarztes, da sich hier wirklich gefährliche
und sehr schmerzvolle Entzündungen bilden können.
Hier sollten Sie lediglich erste Hilfe leisten.
Sind Hunde Schauspieler
?
Bisher wurden die Wolfskrallen ja immer beim Trimmen
geschnitten. Das letzte Mal hat der Züchter es
vergessen und ich habe sie bei der TÄ kürzen
lassen. Zu gleicher Zeit bekam sie einen Chip und sagte
dabei keinen Mucks, aber bei der Kralle schrie sie Zeter
und Mordio.
Nun sind die beiden Dinger wieder so lang und ich habe
mich daran gewagt. Ich habe eine ganz scharfe Krallenzange
mit einem Anschlag gekauft, weil ich fürchte, ins
"Leben" zu schneiden. Nun gut, gestern ging
es zur Sache. Ich natürlich furchtbar aufgeregt,
ungeschickt und unsicher. Gut, die Kralle an der linken
Pfote war dann doch irgendwann ab.
Dann wollte ich an die rechte. Irgendwie habe ich
mich da noch ungeschickter angestellt, jedenfalls war
immer das Hundemaul dazwischen, so dass ich gar nichts
sehen konnte. Dann hatte ich endlich angesetzt , als
der Hund wie am Spieß schrie. Ich natürlich
vor Schreck gleich wieder losgelassen. Ich war schon
schweißgebadet und dachte natürlich ich habe
die ganze Kralle abgeschnitten, bzw. ich hatte ja nur
zum Schnitt angesetzt. Da gucke ich mir das an, da hatte
ich noch weit weg vom Leben so ein wenig die Kralle
angeritzt, weil ich ja zum Schneiden nicht mehr kam.
Gut, ich habe es also erst einmal gelassen. Denn ich
war fix und fertig und der Hund auch - warum auch immer.
Jedenfalls habe ich es dann heute früh noch einmal
versucht und da klappte es sofort, aber Madame wollte
auch schon wieder schreien, aber da war die Kralle ja
längst ab.
Jetzt bin ich mir 100 %ig sicher, dass das kleine Luder
nur prophylaktisch schreit, also ein richtiger Schauspieler
ist.
/rk/tierhilfeev-leipzig
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