Der Deerhound –
sportlich, stark und widerstandsfähig
Diese Rasse erhielt ihren Namen, weil sie zur Jagd
auf Hirsche gezüchtet wurde, wobei das englische
Wort “Deer” gleichbedeutend mit “Hirsch”
ist. Im Mittelalter diente der Hund als Begleiter schottischer
Adeliger. 1892 gründete man den Britischen Deerhoundclub,
der bis heute als Eintragungsort des Rassestandards
gilt.
Der
agile Deerhound beeindruckt mit seiner Größe
und der windhundtypischen, eleganten Statur.
Der Körper ist mit zottigem, dichtem Fell bedeckt,
dessen Konsistenz harsch und rau ist.
Die Farbtexturen kommen in dunklem Blaugrau, dunklerem
oder hellerem Grau sowie rot-bräunlich bis rot-sandfarben
vor.
Als idealer Begleithund
ist er stark und widerstandsfähig. Nicht
ganz so rasant schnell wie der Greyhound, ist er jedoch
ein Sportler, der durchaus bei Hunderennen glänzt.
Trotz der enormen Größe ist er sanftmütig,
gesellig und anhänglich. Als Familienhund macht
er sich gut, liebt Schmusestunden und ausgiebiges Spielen.
Er ist enorm sportlich, ein echter Naturliebhaber und
liebt das rasante Rennen über weite Wiesen. Der
wendige, flinke Geselle ist keinesfalls ein Schoßhund,
denn auch sein Jagdtrieb ist fest in seinem Wesen verankert.
Pingelig ist er nicht. Kommt es mal zu unfreiwilligen
Stolperern oder Stürzen, ist er flugs wieder auf
den Beinen, als sei nichts gewesen.
Allerdings kann er nachtragend und auch mal beleidigt
sein, wenn man ihn etwas lauter und strenger angeht.
Dann kann es vorkommen, dass er sein Missfallen kundtut,
indem er seinen Besitzer geflissentlich ignoriert.
Der Deerhound will in seine Menschenfamilie integriert
sein, seinen Bezugspersonen würde er immer bewachen
und beschützen.
Seine beeindruckende
Gestalt kann schon recht abschreckend wirken, falls
jemand glaubt, in böser Absicht das Grundstück
betreten zu müssen. Er verteidigt
Familie und Territorium durch lautes Gebell, ohne allerdings
aggressiv zu werden.
Wind und Wetter machen ihm nichts aus. Wilde Rennereien
im Schlamm und bei strömenden Regen schrecken ihn
nicht.
Im Innenbereich verhält er sich recht ruhig, und
kann auch einfach mal relaxt irgendwo liegen.
Der Deerhound gilt als
feinfühlig, gelehrig, anpassungsfähig und
aufmerksam. Seine Menschen und seine
Umgebung hat er stets im Blick. Nicht, das am Ende noch
etwas passiert, dass er nicht mitbekommt.
Wer einen Deerhound zu sich holen möchte, sollte
bedenken, dass er trotz seiner Statur und Schnelligkeit
nicht unbedingt für Hundesport oder lange Suchaktionen
zu begeistern ist. Seine Passion ist nun mal: Laufen,
laufen, laufen.
Zum Reiten geht er liebend gern mit. Neben dem Pferd
laufen und gleichzeitig nach dem Rechten schauen, ist
ganz nach seinem Geschmack. Am wohlsten fühlt sich
der muntere Geselle in einem größeren Haus
mit jeder Menge Platz drumherum.
Beim Spazierengehen ist
die Leine Pflicht. Läuft er frei,
kann sein Jagdtrieb schon mal mit ihm durchgehen. Da
er aber ein cleveres Kerlchen ist, kann man dieses Verhalten
mit entsprechendem Training eindämmen. Die Lebenserwartung
des zottigen Gefährten liegt bei etwa zwölf
Jahren.
© 2011ChKrb
|