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Zoonosen werden Infektionskrankheiten zusammengefasst,
die zwischen Wirbeltieren und Menschen übertragen
werden.
Zoonosen - BSE, Salmonellen, Leptospirose, Milzbrand,
Q-Fieber, Listeriose, Yersiniose, Maul- und Klauenseuche,
Schweinepest ... die Vogelgrippe gehört auch dazu.
Es wird der Eindruck
erweckt: Haushunde in Deutschland sind
"die" Zoonosen-Überträger.
Zoonosen sind sehr selten.Eine
mögliche Übertragung von Zoonosen durch unsere
- selbstverständlich geimpft, entwurmt und gesund
- Haushunde auf uns Menschen sind noch seltener.
Nicht einmal ein Wurmbefall bei Hundehaltern ist nennenswert.
Das ist "Nennenswert" , zumal unsere Hunde
kaum noch regelmässig entwurmt werden.
Die Beziehung zwischen
Mensch und Hund ist viel zu schön und viel zu wichtig,
um von Ängsten geprägt zu sein.
Diese Info von Vétérinaires Sans Frontières
Suisse aus der Schweiz ,gibt den tatsächlichen
Sachverhalt sehr gut wieder.
Spricht man von Krankheiten, die vom Hund auf den Menschen
übertragen werden können,
gelten die ersten Gedanken dem Ansteckungsrisiko und
der Vorbeugung.
Im Vergleich zu den alltäglichen Risiken –
beispielsweise im Strassenverkehr oder durch den Tabakkonsum
– ist heute das Risiko, von einer schweren vom
Hund übertragenen Krankheit (Zoonose) angesteckt
zu werden, sehr gering.
Wie aber lässt sich
die Beunruhigung angesichts neuer – wenn auch
sehr seltener – Zoonosen erklären?
Die
Wahrnehmung, ob ein Problem mehr oder weniger schwerwiegend
ist, hängt nicht nur von seiner objektiven Bedeutung
ab.
So hat beispielsweise der "Rinderwahnsinn"
in der Schweiz bis heute kein einziges Opfer gefordert.Trotzdem
haben die Restaurants begonnen, die Herkunft des servierten
Fleisches zu deklarieren.
Wie ein Risiko beurteilt wird und wie gross es ist,
hängt nicht ausschliesslich von den möglichen
Krankheitsfolgen (Tod, Invalidität oder schwere
Leiden), sondern in erheblichem Masse auch von unserer
Geisteshaltung ab. Die mit einer Krankheit in Verbindung
gebrachten Bilder, unsere Überzeugungen, unsere
Kultur, das Umfeld in dem wir leben, unsere Erfahrungen.All
dies beeinflusst unsere Risikoeinschätzung.
So stiftet beispielsweise eine Flut von alarmierenden
und sich widersprechenden Informationen Verwirrung.
In diesem Klima werden wir tendenziell versuchen, sämtliche
Nachrichten in Einklang zu bringen und ihnen entweder
das selbe Misstrauen oder das selbe Vertrauen zukommen
lassen.
- durch ein ungewohntes oder unerklärbares Ereignis
entsteht ein unbekanntes oder beklemmendes Gefühl.
- eine momentan unausweichliche Gefahr verursacht
ein Gefühl der Ohnmacht und Angst
- eine unsichtbare, geruch- und geschmacklose Gefahr
lässt leicht den Eindruck entstehen, allgegenwärtig
aber nicht fassbar zu sein.
Satire - In der Steinzeit
hatte das Immunsystem alle Hände voll zu tun: Spulwürmer,
Bandwürmer, Hakenwürmer und Leberegel mussten
bekämpft werden. Es hatte keine Zeit, sich um Milben,Hunde
und Katzenhaare zu kümmern. Heute hat es "nichts"
zu tun und treibt Unfug.
/rk
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