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Der Tastsinn
   

Die Sinne sind bei allen Lebewesen auf die Bedürfnisse hin perfektioniert.
Beim Menschen ist der Tastsinn nicht sonderlich ausgeprägt, vorzüglich dagegen beim Hund. Besonders stark ausgeprägt sind diese an Kopf und Hals sowie an den Pfoten.Das Berühren als Lob ist für den Hund erquicklicher als das verbale Lob.


Den Tastsinn erwirbt der Hund als ersten seiner Sinne.
Zuerst begreift ein junger Hund mit Hilfe von Geruchs- und Tastsinn schon vor dem Öffnen seiner Augen wer alles zu seiner engsten Familie gehört. Über seinen ganzen Körper sind Haare verteilt, die als Tastrezeptoren dienen.
Um die Schnauze wachsen spezielle Haare (Vibrissae), die als Fühler fungieren und vor Kollisionen bewahren, sowie bei der Orientierung helfen.

Mit Hilfe der Tasthaare an den Lefzen, Augenbrauen, Ohren und den Beinaußenseiten gelingt es Hunden, sich auch im Dunkeln an engen Stellen tastend zu orientieren. Besonders ausgeprägt ist ihr Tastgefühl an der Nase, den Lippen, der Zunge und den Pfotenballen. Der Tastsinn der Säugetiere beschreibt die Wahrnehmung mechanischer Umwelteinflüsse über verschiedene Mechanorezeptoren der Haut oder besondere Tasthaare (Vibrissen). Die mit den haptischen Wahrnehmungen verbundenen Informationen ermöglichen es dem Gehirn, Berührungen, Drücke und Temperaturen zu lokalisieren und zu bewerten. Die Aufnahmekapazität beim Menschen beträgt pro Sekunde etwa 1 Million Bit.Der Tastsinn wird beim Menschen, zusammen mit dem Geruchs- und Geschmacksinn, zu den "unteren Sinnen" gezählt.

Der Tastsinn ist für Hunde sehr wichtig, da sie über Berührungen soziale und emotionale Bindungen mit anderen Hunden und Menschen aufbauen.
Hunde nehmen Berührungen vor allem über die Haut und mit Hilfe ihrer Vibrissen wahr.Die Nase und die Lippen des Hundes reagieren besonders stark auf Druck, da dort besonders viele Sinnesnerven enden. Über die Pfoten können Vibrationen wahrgenommen werden. Im Gesicht hat der Hund Vibrissen, welche starrer als normale Körperhaare sind und zudem tiefer in die Haut reichen.


Man nimmt an, dass die Vibrissen sehr wichtig für den Hund sind.
Die Vibrissen dienen dem Hund als Frühwarnsystem, um sich vor Zusammenprallen oder Augenverletzungen zu schützen.
Diese Vibrissen sind so sensibel, dass sie einen Gegenstand nicht einmal berühren müssen, um ihn wahrzunehmen – die Luftwirbel, die beim Vorbeigehen entstehen, reichen zur Wahrnehmung aus.

Im Gegensatz zum Menschen registrieren Hunde nur Kälte und besitzen keine Sensoren für Hitze.
Eine Ausnahme ist die Nase, in der sich Wärmesensoren befinden, die besonders den Welpen dazu dienen, nach der Geburt zur Mutter zu finden. Bei der Berührung mit heißen Gegenständen reagieren Hunde mit ihren Schmerzrezeptoren, nicht mit Wärmesensoren.
Schmerzen scheinen Hund und Mensch weitgehend ähnlich zu erleben.
Indizien für Schmerzen können Winseln, Kläffen, starkes Hecheln, ein schneller Atem, Zittern, Unruhe, Rückzug bei Berührung, Aggressionen bei Berührung, Lecken/Benagen der schmerzenden Körperteile, schneller Puls, erweiterte Pupillen oder eine erhöhte Körpertemperatur sein.

Für uns unvorstellbar aber Realität, blinde Hunde können auf den engsten Pfaden gehen
Machen wir selber mal die Augen zu und gehen einfach los, knallen wir vor den ersten Baum. Nicht aber die Hunde. Sie orientieren sich über das Gehör, die Nase und ganz wichtig, sie spüren mit den Pfoten (Tastsinn - Sinnesorgane) den Boden ab und merken daran ganz genau wo sie gerade gehen.Wird die Fähigkeit zu sehen verloren "So prägen sich Geruchs- und Tastsinn sowie das Gehör viel mehr aus."

Mit jeder Bewegung der Pfoten wirbeln sie Staub auf , der sich vor ihnen in die Luft erhebt. Wenn der Staub auf ein Hindernis trifft wird er reflektiert, durch den Luftstrom zurück befördert und landet auf den Tasthaaren an der Schnauze des Hundes. Sobald der Hund dies spürt bremsen er ab, fängen an zu riechen und bemerkt das Hindernis.Ein blinder Hund riecht noch besser als der sehende.

Hunde können sich durch Geruchs - und Tastsinn auch als Blinde recht gut orientieren.

/rk

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