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Rasseportrait - Deutsche Dogge
   

Deutsche Dogge
   
Schulterhöhe: Rüde mindestens 80 cm, Hündin mindestens 72 cm
Gewicht: 50 bis 80 kg
Ursprungsland: Deutschland
   

Die Deutsche Dogge – sanfte Riesen, sensibel und liebebedürftig

Anfang des 16. Jahrhunderts wurden die hochläufigen Doggen durch Kreuzung mit Mastiffs und Irischem Wolfshund gezüchtet. Zu damaliger Zeit wurden sie als sogenannte Bären- und Hirschhunde sowie als Leibhunde gehalten, die mit vergoldeten Halsbändern am Bett ihres Herrn wachten.

Die mit Schnelligkeit und Kampfgeist versehenen Doggen wurden zur Jagd auf Wildschweine, Hirsche und sogar Bären eingesetzt. Nachdem die jagdlichen Gebräuche abnahmen, wurde die Deutsche Dogge immer mehr zum liebgewonnenen Familienhund. 1888 wurde in Deutschland der erste Doggenclub gegründet. Bereits 1878 in Berlin die Festlegung der genauen Rassebeschreibung und des Namens erfolgt.

Die Deutsche Dogge gehört zu den größten Hunderassen überhaupt. Von beeindruckender Statur ist der Körper kraftvoll und trotzdem von einer gewissen Eleganz geprägt.

Der imposante, schön modellierte Kopf ist durch eine definierte Stirn gekennzeichnet.

Das kurze, anliegende Fell kann in Gelbtönen mit Streifen, gestromt, schwarz-weiss, schwarz oder blau vorkommen.

Doggen gelten als besonders feinfühlig und sensibel. Sie erkennen die Stimmung ihres Besitzers, wissen Schwächen aber durchaus auszunutzen.

Einer Dogge sitzt oft der Schalk im Nacken. Mit treuherzigem Blick betört sie die Menschen in ihrer Umgebung. Man muss sie einfach knuddeln und streicheln.

Die riesigen Vierbeiner brauchen neben einem geregelten Tagesrhythmus eine Erziehung, die neben Geduld eine strukturierte Konsequenz beinhaltet. Sonst ist die Dogge schnell “der Herr im Haus”, oder reagiert scheu und ängstlich.

Sie orientiert sich stark an ihrem Besitzer und braucht einfach eine souveräne Führung.

Allein aufgrund von Gewicht und Größe sollte man die Dogge im Griff haben. Unfreiwillige, ungestüme Zusammenstöße können sonst ganz schön heftig sein. Lässt man den imposanten Riesen als Welpe allein, muss man damit rechnen, dass er sich an allerlei Kissen oder Innenaussattung gütlich tut. Deshalb ist Beschäftigung und Bewegung das A und O.

Geht man sie etwas härter an, kann die liebebedürftige Dogge sehr beleidigt sein, und seinen Besitzer mit Nichtachtung strafen.

Ihr Gedächtnis ist beeindruckend und sie “merkt” sich genau, wer sie wann angerüffelt hat. So charmant die Dogge im Haus ist, so territorial kann sie im Außenbereich veranlagt sein. Es kann vorkommen, dass nicht nur ihr Wohnbereich zum Territorium gehört, sondern sie der irrigen Meinung ist, gleich das komplette Umfeld einzubeziehen. Sprich Spaziergänger, Radfahrer oder andere Hunde werden in die Flucht getrieben.

Und gerät das Kraftpaket erst in Wallung, dürfte der Mensch es schwer mit der Bändigung haben. Dann fliegt man seinem Exemplar allenfalls hinterher. Daher ist eine durchdachte Erziehung und Sozialisation in der Jugend so wesentlich.

Natürlich hat man andererseits einen ganz besonderen Beschützer an der Seite. Wer Böses im Schilde führt, sollte sich die Auseinandersetzung mit einer ausgewachsenen Dogge genau überlegen.

Die Dogge braucht in jedem Fall viel Zuwendung gepaart mit einer sorgfältigen, mit gewissem Fingerspitzengefühl versehenen Erziehung. Dann entwickelt sich ein absolut treuer, zuverlässiger und humorvoller Begleithund. Am besten führt man sie mit sofortigem Lob und Tätscheleien, wenn es nach Wunsch läuft, bei nicht erwünschtem Verhalten dagegen empfiehlt sich umgehendes Tadeln.

Eine Unterordnung sollte erklärtes Ziel sein, sonst tanzt die smarte Dogge Frauchen und Herrchen auf der Nase herum.

Doggen können relativ krankheitsanfällig sein, zum Beispiel für Hüftdysplasien oder Magendrehungen. Der Gefahr von Knochenerkrankungen sollte mit hochqualitativem Futter sowie regelmäßigen Tierarztbesuchen entgegengetreten werden. Auch ist die Wahl eines seriösen Züchters entscheidend. Die Lebenserwartung liegt mit acht bis neuen Jahren relativ niedrig.

© 2011ChKrb

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