Der
Deutsche Pinscher – unbestechlich und nervenstark
Der Pinscher hat sich seit Zuchtbeginn vor etwa hundert
Jahren kaum verändert. Die genaue Herkunft ist
nicht ganz klar ersichtlich. Man ist sich uneinig, ob
der Pinscher eher vom englischen Terrier abstammt, oder
ob es sich umgekehrt verhält. Pinscher wurden ursprünglich
als Stallhunde eingesetzt, die es mit der durchaus intelligenten
Ratte aufnahmen. Sie zeigten eine starke Bindung an
ihr angestammtes Revier, waren keinesfalls Streuner.
Der
mutige, wendige Pinscher hat typisch kurzes, dichtes
Fell, das in den Farben lackschwarz mit rötlichen
Abzeichen oder in reinem Rot glänzt.
Seine V-förmigen Klappohren unterstreichen sein
verschmitztes Wesen.
Der Pinscher hat sich in heutiger Zeit zu einem aktiven,
aufmerksamen und schelmischen Familienhund entwickelt,
der auch das Leben auf einem Hof genießen kann.
Das Grundstück verteidigt der mutige Racker vehement,
wobei er kein Kläffer ist.
Er erkundet gerne sein Gebiet, erschnuppert sich seinen
Bereich und sprüht vor Lebenslust. Vor allem im
Außenbereich tobt er, was das Zeug hält,
während er sich drinnen durchaus ruhig und gesittet
verhält.
Putzmunter und vielseitig
vom Charakter kann man ihn auf Reitausflügen mitnehmen,
aber auch zum Hundesport. Neugierig
und intelligent lernt er rasch und liebt immer neue
Spiele und Herausforderungen.
Damit er eventuelle Schwächen in der Erziehung
nicht schamlos ausnutzt, ist eine gewisse Konsequenz
seitens des Halters gefragt. Sonst wickelt der charmante
Kerl alle um den Finger.
Er mag neben Tobereien auf dem Grundstück auch
ausgedehnte Spaziergänge durch Wald und Flur. Am
liebsten hat er eine feste Aufgabe, wie die Bewachung
von Haus oder Hof. Dann fühlt sich der arbeitseifrige
Pinscher gebraucht und wohl.
Eine seiner Eigenschaften ist Feinfühligkeit.
Darum verträgt er keine rüden Erziehungsmethoden.
Sonst kann er schon mal äußerst stur reagieren.
Smart und pfiffig setzt der Pinscher häufig seine
schauspielerischen Talente ein. Sein Gewinsel kann herzzerreißend
sein. Dann fällt es manchmal schwer, die nötige
Strenge aufzubieten. Man möchte ihn hätscheln
und trösten. Der Pinscher ist beglückt, hat
er doch sein Ziel erreicht.
Hat man es geschafft, die Balance zwischen Konsequenz
und liebevoller Zuwendung zu finden, entwickelt sich
ein vertrauensvollen Verhältnis zwischen Mensch
und Hund, das seitens des drolligen Pinschers von absoluter
Treue und Loyalität gekennzeichnet ist.
Fühlt er sich von seinen Menschen angenommen,
ist der agile Kerl verschmust, anhänglich, dabei
mutig und wachsam. Klare Strukturen und die Orientierung
am Menschen sind für ihn sehr wichtig.
Der dynamische Pinscher
sollte zu einem ebenfalls aktiven Besitzer.
Immer in der Wohnung oder auf dem Schoß ist nichts
für ihn. Sein heiteres Gemüt erfreut sicher
jeden Hundeliebhaber, sofern man den Pinscher nicht
unterfordert. Kann er sein Temperament ausleben, hat
man einen ausgeglichenen, liebenswerten Vierbeiner an
seiner Seite. Bekommt er ausreichend Hege und Pflege,
dazu genügend Wärme und Zuwendung, kann der
Pinscher bis zu fünfzehn Jahre alt werden.
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