Der Deutsche Schäferhund
– seine Treue und sein Gehorsam sind legendär
Als Stammvater der Zucht gilt Horand von Grafrath.
Zuvor suchten ein Rittmeister und sein Freund einen
kräftigen und leistungsstarken Arbeitshund, den
sie nach Vorbild eines Hundes, den sie auf einer Ausstellung
gefunden hatten, weiterzüchten wollten. Schließlich
brachte die Zucht des Deutschen Schäferhundes einen
ausgeglichenen, nervenstarken und mutigen Hund hervor,
der bei Bedarf mit entsprechender Härte vorgeht.
Der
Körperbau des talentierten Vierbeiners ist kräftig
und stark bemuskelt.
Es existieren zwei Typen Schäferhunde –
mit längerem und kurzem Fell. Das Fell des kurzhaarigen
Typs ist dicht und das Deckhaar liegt eng am Körper.
Die Fellfarben variieren in schwarz, gelb, braun, rotbraun
oder grau.
Schäferhunde gelten als gelehrig, aufmerksam,
selbstsicher und führig.
Herausragend sind Eigenschaften
wie Treue und Gehorsam. Vielseitig begabt,
kann der leistungsstarke Geselle als Familienhund, Wachhund
oder Rettungshund eingesetzt werden.
Auch als Drogen- oder Sprengstofffahnder ist er ein
verlässlicher “Arbeitskollege”, der
bei sorgsamer Ausbildung und entsprechendem Training
seine Aufgaben zielgerichtet und effektiv erledigt.
Wird er als Familienhund gehalten, sollte man dem Schäferhund
ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung
bieten. Faul herumliegen ist nichts für den klugen
Vierbeiner.
Hundesport, mit dem Frisbee durch die Gegend toben
oder in rasantem Tempo über den Trainingspacour,
sind das Metier des energiegeladenen Sportlers.
Die Erziehung gestaltet
sich recht einfach, wenn man seinem Exemplar gleich
zu Beginn klar macht, wer der Chef ist.
Clever wie er ist, wird der Schäferhund rasch Kommandos
verinnerlichen und im Hundegedächtnis abspeichern.
Ohne Beschäftigung und Aufgaben würde dieser
arbeitsfreudige Hund verkümmern.
Bei Erziehungsfehlern
kann es zu unkontrollierten Verhaltensweisen kommen,
der Hund ist schwer zu bändigen und nutzt schnell
Schwächen seines Besitzers aus. Hat
man ihn fachmännisch erzogen und entsprechend sozialisiert,
entwickelt sich der Schäferhund zu einem treuen,
braven und sanften Gefährten.
Er liebt seine Familie heiß und innig, beschützt
sie und bewacht Haus und Hof. Mit genügend Selbstvertrauen
ausgestattet, dabei furchtlos, stellt er sich kritischen
Situationen und Einbrecher oder andere Spitzbuben haben
schlechte Karten, werden erhebliche Probleme haben,
an dem imposanten Gesellen vorbeikommen.
Leider haben Überzüchtungen dazu geführt,
dass manche Schäferhunde Charakterschwächen
und teilweise Aggressivität zeigen. Deshalb ist
die Wahl des Züchters der wesentliche Faktor bei
der Anschaffung. Hier sollte man sich hinsichtlich der
Seriosität genau erkundigen, um auch bezüglich
Anfälligkeiten wie Gelenksdysplasien oder Allergien
Erkundigungen einzuholen.
Auf keinen Fall sollten
man “günstige” Angebote von Massenzüchtern
in Betracht ziehen. Am wohlsten fühlt
sich der Schäferhund in einem Haus mit reichlich
Platz im Außenbereich. Hält man ihn in der
Stadt, muss für ausreichend Auslauf gesorgt werden,
beispielsweise kann man ihn zum Jogging oder bei Radtouren
mitnehmen. Neben körperlicher Auslastung ist auch
geistiges Training wesentlich. Einige Hunde dieser Rasse
werden nicht älter als zehn Jahre, andere wiederum
zwischen zwölf und vierzehn Jahren.
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