Deutscher Schäferhund Brauner langhaariger Schlag
– sein Fell ist eine Augenweide
Ein Rittmeister und dessen Freund suchten in damaliger
Zeit einen leistungsstarken, kräftigen Arbeitshund,
den sie schließlich auf einer Ausstellung fanden.
Sie hatten die Vorstellung einen Deutschen Schäferhund
zu züchten. Horand von Grafrath war der Stammvater
der Zucht. Bis zum Jahre 1915 wurden neben dem rauhaarigen
auch langhaarige Schäferhunde ausgestellt. In heutiger
Zeit wird in vielen Ländern nur die kurzhaarige
Form zugelassen. Nachdem der Rassestandard 1991 über
die FCI geändert wurde, galt der langhaarige Schlag
als unerwünscht. Trotzdem züchteten Mitglieder
des Langstockhaarverbandes (LSVD) den Schäferhund
nach strengen Zuchtbestimmungen weiter.
Mittlerweile
erfreut sich der langhaarige Schäferhund immer
größerer Beliebtheit. Sein
ausgeglichenes Wesen prädestiniert ihn ebenso für
die Polizei- und Rettungsarbeit, als auch für die
Arbeit als Blinden- oder Spürhund.
Als Familienhund punktet er durch Anpassungsfähigkeit,
Kinderliebe, Intelligenz und Lernbereitschaft.
Das langhaarige Fell ist mit Unterwolle versehen. Das
Deckhaar ist entsprechend länger und kann in den
Fellfarben schwarz mit braun, schwarz mit gelblichen
oder grauen Abzeichen, wolfsgrau und lackschwarz vorkommen.
Auch kleinere weiße Brustabzeichen sind hin und
wieder zu finden.
Vom Wesen ist der kraftvolle
Geselle selbstsicher, treu und anhänglich. Wird
er als Familienhund gehalten, braucht er viel Beschäftigung
und Bewegung, denn ursprünglich wurde er als Arbeitshund
eingesetzt, der Verantwortung für Schafherden tragen
musste.
Als echter Sportlertyp mag er ausgedehnte Spaziergänge,
Ballspiele, Hundesport oder spezielle Trainingseinheiten.
Am glücklichsten ist er, wenn er eine ihm zugedachte
Aufgabe hat. Er übernimmt gerne die Bewachung des
Grundstücks und seiner Familie, meldet Besuch und
schaut nach dem Rechten. Körperlich fit und gewandt
ist er stets arbeitsbereit.
Der langhaarige Schäferhund lässt sich recht
einfach führen, wobei er natürlich eine entsprechende
konsequente Erziehung mit klar definierter Rangfolge
braucht. Er orientiert sich stark an seinem Besitzer
und ist diesem treu ergeben.
Er möchte Teil der Familie sein, sucht die Nähe
zu seinen Menschen und holt sich gerne Lob, Leckerchen
und Streicheleinheiten. Dann will er aber auch wieder
draußen herumtoben, kontrollieren, ob alles in
Ordnung ist, und das Gelände durchstreifen.
Bei Behörden wie Zoll oder Bundespolizei ist der
langhaarige Schäferhund ein verlässlicher
“Arbeitskollege”, der ruhig, zielgerichtet
und effektiv arbeitet.
Das Multitalent eignet
sich als Gebrauchs-, Hüte-, Dienstgebrauchs- und
Familienhund. Er sollte immer ausreichend
Platz im Außenbereich zur Verfügung haben.
Kleine Stadtwohnungen sind nichts für den leistungsstarken
Schäferhund. Er kann anfällig für Gelenksdysplasien
und Allergien sein.
Vor der Anschaffung sollte man Kontakt zu einem seriösen
Züchter aufnehmen. Die Lebenserwartung des langhaarigen
Schäferhundes liegt bei etwa zwölf Jahren.
© 2011ChKrb
|