Herkunft
und Geschichtliches
Rittmeister Max von Stephanitz und sein Freund Artur
Mayer suchten gemeinsam einen Arbeitshund, welchen sie
auf einer Ausstellung entdeckten. Sie wollten einen
kräftigen, leistungsfähigen, deutschen Schäferhund
züchten. Horand von Grafrath war der Stammvater
dieser Zucht.

Beschreibung
Der Deutsche Schäferhund ist kräftig und stark
bemuskelt. Das Wesen ist ausgeglichen, nervenfest, kinderfreundlich,
gutartig, aber auch mutig, mit Drang zur Unterbeweisstellung
seiner Furchtlosigkeit. Wenn es die Lage erfordert,
kann er auch kämpferisch und hart sein.
Der Widerrist bildet den höchsten Punkt des Rückens.
Die Größe wird beim Widerrist gemessen. Bei
einem ausgewachsenen Schäferhund beträgt die
Widerristhöhe bei Rüden ca. 60cm und bei Hündinnen
ca. 57cm. Das Gewicht liegt bei etwa 35kg.
Der Oberkopf nimmt ca. die Hälfte der Gesamtkopflänge
ein. Die Stirn ist nur wenig gewölbt und der Fang
ist kräftig. Die Lippen sind straff, trocken und
schließen gut. Beim Gebiss sind die Schneidezähne
scherenartig übereinander. Der Welpe hat 28 und
der erwachsene Schäferhund 42 Zähne.
Die Ohren sind am Grund breit und hoch angesetzt. Sie
laufen spitz aus und sind mit der Muschel nach vorne
gerichtet. Die Augen sind lebhaft, dunkel, ausdrucksvoll
und etwas schräg liegend. Der Hals ist kräftig
und gut bemuskelt.
Die Rute, das ist der Schwanz, wird vom 13. bis zum
23. Wirbel gebildet und reicht vom Hinterfuß bis
zum Sprunggelenk. Der Rücken ist gerade, kräftig
und fest. Er besitzt 13 Rückenwirbel und 7 Lendenwirbel.
Die Pfoten sind rundlich und kurz, auch die Nägel
sind kurz und kräftig.
Bezüglich des Haarkleides unterscheidet man 2
Typen. Zum einen der Rassestandard, der Stockharrschäferhund
mit dichter Unterwolle und geradem, fest anliegenden
Deckhaar. Zum anderen ein Zuchtexemplar, der Langhaarschäferhund,
mit etwas längerem Haar. Die häufigsten Farben
sind schwarz, gelb, braun, rotbraun und grau.
Die Lebensdauer eines Schäferhundes ist oft sehr
unterschiedlich. Sie können bei guter Pflege und
Züchtung auch bis zu 15 Jahre alt werden, manche
hingegen werden nur 9 Jahre alt.
Wesen
Der Deutsche Schäferhund ist vom Wesen her ausgeglichen,
selbstsicher, treu, anhänglich, klug, wachsam.
Er wird als Hund der Superlative bezeichnet, was Intelligenz,
Führigkeit, Arbeitsbereitschaft und körperliche
Gewandtheit anbelangt. Daher ist er nicht nur für
seinen ursprünglichen Verwendungszweck, das Hüten
einer Schafherde, geeignet, sondern ebenso als Schutzhund
wie als Polizei- und Fährtenhund, als Blindenführhund
und als Rettungshund. Er ist der perfekte Familienhund,
da er einen ausgeprägten Familiensinn besitzt.
Deutsche Schäferhunde sind zwar Sportlertypen,
sie lieben aber auch lange Spaziergänge und brauchen
viel Bewegungsfreiheit und Familienanschluss. Sie bevorzugen
kühlere Temperaturen. Als Krankheiten treten vereinzelt
Allergien (Immunschwäche) sowie bei falscher Züchtung
wie bei fast allen größeren Hunderassen Gelenkprobleme
(Hüftgelenks-, Ellbogendysplasie) auf. Beim Kauf
wird empfohlen, sich an einen Züchter zu wenden,
der Mitglied im SV (Verein für Deutsche Schäferhunde)
ist. Dessen Zuchttiere müssen HD-geröntgt
sein.
Inzwischen gilt bei den diensthundehaltenden Behörden
wie Zoll, Bundespolizei, Landespolizeibehörden
und der Bundeswehr der Belgische Schäferhund als
deutlich robuster und triebstärker aber auch sensibler.
Der Deutsche Schäferhund gilt als der "Allrounder"
unter den Hunderassen. Er ist weltweit der beliebteste
Gebrauchshund.
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