Der
Wolfsspitz – keck und stark im Sozialverhalten
Der Wolfsspitz zählt zu den ältesten Hunderassen
Mitteleuropas und wird Nachkomme des steinzeitlichen
Torfhundes "Canis familiaris palustris Rüthimeyer"
und späteren "Pfahlbauspitzes" sein.
Seit Beginn des 18. Jahrhunderts ist die Rasse nachweisbar.
Schon Könige hatten diese Hundeart zum Liebling
erklärt. Es gab zu damaliger Zeit sehr wenig Exemplare,
erst nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Rasse einen
regelrechten Boom.
In den schweren Zeiten nach dem Krieg, war der Wolfsspitz
als genügsamer Wachhund beliebt, der im Notfall
von ein paar Kartoffeln lebte.
Der
Körperbau des wuscheligen Spitzes ist eher quadratisch
und durch einen gedrungenen Hals gekennzeichnet.
Beeindruckend natürlich
sein dichtes, wolfsgraues, vom Körper abstehendes
Fell, das eine wahre Augenweide ist.
Es ist gar nicht so pflegeintensiv wie es scheint, sondern
unempfindlich und schmutzabweisend.
Ein- bis zweimal wöchentlich sollte es allerdings
intensive Bürstenstriche bekommen.
Seine Erscheinung ist
äußerst imposant und anerkennende Blicke
sind seinem Besitzer sicher. Er gilt
als patenter, kluger und humorvoller Geselle und ist
eine Bereicherung als Familienhund.
Geradezu spitzbübisch agiert er mitunter. Mit
viel Charme im Gepäck becirct er seine Menschen.
Packt ihn der Übermut, fegt er schon mal ohne
Rücksicht auf Verluste durch die Wohnung. Er lernt
sehr schnell, ist smart und clever. Einmal Erlerntes
speichert er ruck zuck im Hundegedächtnis ab.
Daher sollte seine Erziehung
ein gewisses Maß an Konsequenz beinhalten, da
er Nachlässigkeiten flugs zu seinem Vorteil ausnutzt.
Verbietet man ihm etwas, sollte es tunlichst auch in
Zukunft beim Verbot bleiben. Sonst wird der kernige
Geselle nicht verstehen oder verstehen wollen, warum
er gerade dann das eine oder andere nicht tun soll.
Neben Einfühlungsvermögen, Treue und Wachsamkeit,
spricht man dem Wolfsspitz ein stark ausgeprägtes
Sozialverhalten zu.
Da er keinen Jagdtrieb
hat, versteht er sich bestens mit Artgenossen und anderen
Haustieren. Zudem ist er in der Lage,
sich der Familie und der jeweiligen Situation anzupassen.
Ist schlechte Stimmung, zieht er sich schon mal ins
Hundebett zurück. Gibt es was zu lachen, schießt
der kecke Geselle an Ort und Stelle und freut sich des
Lebens.
Rüde Worte, Drill und Zwang sind die denkbar schlechtesten
Erziehungsmethoden. Neben der gebotenen Konsequenz sind
Geduld, Disziplin und liebevolle Führung die bessere
Wahl.
Trotz seines Stolzes und seines Selbstvertrauens lässt
sich der Wolfsspitz recht einfach führen. Mit seinem
ganzen Hundeherz hängt er an seinen Besitzern.
Er ist ist mutig und aufmerksam, würde seine Familie
jederzeit beschützen und verteidigen.
Er kann problemlos in
einer Wohnung gehalten werden, braucht natürlich
wie jeder Hund Bewegung und Beschäftigung.
Der Wolfsspitz mag Hundesport oder Fährtensuche.
Stupide am Fahrrad laufen langweilt ihn, lieber erschnüffelt
er interessantes Gelände wie Wiesen und Wälder.
Der muntere, fröhliche Vierbeiner hat eine Lebenserwartung
zwischen zehn und vierzehn Jahren.
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