In den Jahren von 1982
bis 1996 ist die Lebenserwartung von Hunden um über
zwei Jahre gestiegen, durchschnittlich von 9,5 auf 11,6
Jahre.
Diese Entwicklung ist verschiedenen Faktoren zu verdanken,
so zum Beispiel dem gewachsenen Bewusstsein für
eine gezielte Altersvorsorge inklusive einer verbesserten
medizinischen Versorgung und einer altersgerechten Ernährung.
Das mediane Lebensalter beträgt bei Rassehunden
6,7 Jahre und bei Mischlingshunden 8,5 Jahre. Ein Faktor
für die Lebensspanne ist der sogenannte "Inzuchtkoeffizient".
Je geringer dieser ist, desto länger ist die Lebenserwartung.
Hunde mit einem Inzuchtkoeffizienten von unter 20 Prozent
werden mit guter Wahrscheinlichkeit 15 Jahre und älter.
Kleine Hunde haben eine
höhere Lebenserwartung als Große? Warum ?
These 1:Wissenschaftler
nehmen an, dass die enorme Wachstumsgeschwindigkeit
großer
Hunde im ersten Lebensjahr fatale Folgen für die
Gesamtlebenserwartung hat.
These 2:Kleine Hunde haben
oftmals eine höhere Lebenserwartung als große,
was damit
zusammenhängen
kann, daß kleine Hunde auf Grund ihrer kurzen
Beine relativ mehr
laufen
müssen, das Herz-Kreislaufsystem wird längere
Zeit gleichmäßig belastet,
der Hund bleibt länger gesund.
Welche These haltbar ist, muss die zukünftige Forschung
erst zeigen.
Die Statistik sagt
- Hunde mit Übergewicht haben eine geringere
Lebenserwartung als schlanke Hunde.
- kleine Hunde werden im Allgemeinen älter als
große Hunde.
- Mischlinge im Vergleich zu Rassehunden gleicher
Größe haben eine höhere Lebenserwartung.
- die Lebenserwartung bei Rüden und Hündinnen
einer Rasse ist gleich hoch.
- kastrierte Hunde werden durchschnittlich ein Jahr
älter als unkastrierte Tiere gleicher Rasse.
- Hunde, die in ländlicher Umgebung gehalten
werden, haben eine höhere Lebenserwartung als
Hunde, die in der Stadt leben.
Der Zeitpunkt des „Alterns“ ist bei Hunden
individuell sehr unterschiedlich und richtet sich unter
anderem nach Rasse, Größe, Ernährung
und Haltung des Tieres. Als Richtwerte gilt, dass:
- kleine Hunde ab dem 10. Lebensjahr,
- mittlere und große Hunde ab dem 7. bis 9.
Lebensjahr
- und sehr große Rassen ab dem 6. Lebensjahr
als Senioren einzustufen sind.
Was können Sie für
Ihren "Senior" tun :
- Füttern Sie ein altersgerechtes, hochwertiges
Futter!
- Seniorenfutter sollte leicht verdaulich sein, einen
geringen Kalorien- und Fettanteil haben und von seinen
Vitaminen und Mineralstoffen auf die Bedürfnisse
alter Hunde ausgerichtet sein.
- Bewegen Sie ihren alten Hund noch so viel, wie
er mag -wer rastet, der rostet.
- Stellen Sie Ihren alten Hund bei gesundheitlichen
Beschwerden Ihrem Tierarzt vor. Die meisten Krankheiten
können zumindestens gelindert werden.
- Stellen Sie sicher, daß Ihr altes Tier kein
Übergewicht hat. Übergewicht trägt
oft eine Mitschuld für Herzkrankheiten, Arthrosen
und Diabetes.
- Lassen Sie auch und gerade ein altes Tier regelmäßig
impfen. Das Immunsystem von älteren Tieren ist
nicht mehr so widerstandsfähig und eine Krankheit
kann Ihren Senior leichter umwerfen.
- Lassen Sie sich ggf. von Ihrem Tierarzt ein Mittel
zur allgemeinen Verbesserung der Durchblutung verschreiben.
Auch bei Desorientierung kann man medikamentös
helfen.
Bewegung ist sowohl für
die Gesundheit als auch für das Seelenleben von
Hunden wichtig.
Vertraute
Sozialkontakte, Bewegung an der frischen Luft zusammen
mit seinem Menschen tragen dazu bei, dass der Hund ausgeglichen
ist.
Bei großen Hunden sollten Sie insbesondere auf
ausreichende Bewegung achten, denn im Alter kann es
zu einer Osteoporose kommen , die durch erhöhte
Inaktivität gefördert wird.
Durch genaue Beobachtung, richtige, kalorienangepasste
Ernährung und richtige Pflege können Hunde
sehr alt werden.
Genießen Sie die
gemeinsame Zeit mit Ihrem Freund !
Da der Alterungsprozess langsam verläuft, ist eine
genaue Angabe, ab wann der eigene Hund zu den Senioren
zählt,eigentlich nicht möglich. Hinzu kommt,
dass jedes Tier seinen ganz individuellen Alterungsprozess
durchläuft. Sie kennen bestimmt Hunde, die mit
zwölf Jahren noch keine Einschränkungen hinnehmen
müssen, während andere schon deutliche Anzeichen
von eingeschränkten Körperfunktionen zeigen.
Aufgrund der Theorie der genetischen Uhr läst sich
auch schließen, dass Langlebigkeit erblich bedingt
zu sein scheint. Dies würde auch erklären,
warum manche Linien ein und derselben Hunderasse ein
wesentlich höheres Alter erreichen als andere Tiere
derselben Rasse.
Laut Professor Dr. Stefan Schreiber vom Universitätsklinikum
Kiel liegt der Beitrag der Genetik zum hohen Alter bei
etwa 30 bis 50 Prozent.
- Ein Australian Cattle Dog hat eine normale Lebenserwartung
von 11 - 12 Jahren.
- Der älteste Hund ist laut dem Guinness Book
of Records ein Australian Cattle Dog mit dem Namen
"Blue", der 29 Jahre und 5 Monate alt geworden
sein soll.
Die "Radikale"
Maus
Die Maus hat durch ihren hohen Energiebedarf einen lebensverkürzenden
Nachteil. Damit der Motor des Lebens läuft, benötigt
er Sauerstoff.Einige Sauerstoffmoleküle werden
nicht verbrannt und können als so genannte freie
Radikale die Körperzellen schädigen.
Je langsamer das Herz,
desto länger das Leben
Der Grund für das hohe Alter der Schildkröten
ist unter anderem die niedrige Herzschlagfrequenz .
Frequenz bedeutet hier die Anzahl der Herzschläge
in einer bestimmten Zeit. Es gibt klare Beziehungen
zwischen Alter und Herzfrequenz bei Tieren. Je schneller
das Herz schlägt, desto kurzlebiger ist das Tier.
Schildkröten, aber auch Papageien mit einer Lebenserwartung
von 80 Jahren und mehr, haben eine sehr langsame Frequenz.
Eintagsfliegen leben
teilweise bis zu 2½ Jahre (als Larve)
Die Lebensdauer der flugfähigen Tiere beträgt,
wie der Name schon sagt, meist nur Stunden bis Tage,
in Ausnahmefällen auch 2-3 Wochen.
Eintagsfliegen müssen
kein Hundefutter kaufen
Für ihr kurzes Leben muss die Eintagsfliege von
einem Fettkörper am Hinterleib zehren.Vermutlich
sind Eintagsfliegen daher die einzigen Lebewesen, die
bei der
(Hunde)Ernährung nichts falsch machen können.
So hat alles seine Vor- und Nachteile.
©rk
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