Der Dingo – einzigartiger Hund mit ungewöhnlichen
Fähigkeiten
Beim Dingo erkennt man schnell die Ähnlichkeit
mit dem Wolf. Er ist der Urahn aller Hundearten, praktisch
der erste Wolf, der sich zähmen ließ.
Dingos leben in Australien und man findet sie in Wäldern,
Grasland und sogar in den Wüsten des Outback.
In Rudeln jagen sie Mäuse, Kängurus und
sind sogar in der Lage, Rinder zu erlegen. Im Prinzip
ist der Dingo eher verwilderter Haushund statt echte
Wildform.
Sie können sich dank ihres anpassungsfähigen
Fells in unterschiedlichen Klimazonen aufhalten. Die
Aborigines nutzen die Nähe der Hunde sogar als
wärmenden Schutz in kühlen Nächten.
Das
weiche, kurze Haarkleid des wendigen, muskulösen
Vierbeiners kann rötlich oder gelblich mit weißer
Schwanzspitze oder weißen Pfoten vorkommen.
Auch einfarbige schwarze oder weiße Hunde trifft
man hin und wieder an.
Dichte und Beschaffenheit des Fells sind jeweils klimaabhängig.
Beeindruckend sind die
gelb oder orange leuchtenden Augen.
Der Dingo wird kaum als Begleithund gehalten, daher
ist er nie vollständig domestiziert worden.
Zahm kann ein Dingo bei häufigem Menschenkontakt
schon werden, allerdings sollten sie in die Hände
erfahrener Hundehalter kommen.
Sie leben in ihrer Heimat
sehr isoliert und haben wenige menschliche Kontakte.
Möchte man ihn erziehen und sozialisieren, ist
jede Menge Geduld, Konsequenz und liebevolle Führung
erforderlich.
Dies sollte im frühen Welpenalter geschehen, dann
fruchten Gehorsamstraining und Sozialisation am Besten.
Dann kann er ein agiler und einzigartiger Hausgenosse
sein, der allein durch seine Eleganz und seine Schönheit
auffällt.
Der Dingo hat einen von Natur aus starken Freiheitsdrang,
was sie auch gerne unter Beweis stellen. Hält man
den flinken Gesellen im Außenbereich, kann es
durchaus vorkommen, dass er plötzlich verschwunden
ist.
Er sucht solange nach
einer Ausreiß-Möglichkeit, bis er fündig
wird – und weg ist er. Der kernige
Wildfang gilt als clever, geradezu ausgefuchst. Da er
sehr lernfreudig ist, verinnerlicht er Kommandos schnell
und vergisst sie nicht wieder.
Übt man allerdings bei der Erziehung Zwang oder
Druck aus, lässt der Erfolg zu wünschen übrig.
Ein Dingo hat eine selbständige “Denkweise”,
ist daran gewöhnt Entscheidungen zu treffen. Mit
sanften Worten, Disziplin, viel Lob und Streicheleinheiten
ist der Besitzer immer gut beraten.
Der Dingo ist ein Rudeltier und eignet sich als Hütehund.
Die internationale Zuchtorganisation FCI hat den Dingo
nicht als Rasse anerkannt. Ob
man dieses Tier überhaupt als Haushund halten sollte
ist fraglich. Kritiker befürchten
einen Verlust des wilden Charakters. Inzwischen haben
sich Dingos mit Haushunden vermischt, was zur Folge
hat, dass die reinen Dingos seit 2004 auf der Roten
Liste der gefährdeten Arten zu finden ist.
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