Der
Dobermann – anhänglich, mutig und von aristrokatischem
Äußeren
Ein Steuereintreiber im 19. Jahrhundert namens Louis
Dobermann hatte ob seines Berufes den Wunsch nach einem
Begleithund, der ihm Schutz bot und bei Bedarf zur Seite
stand.
Also versuchte er sich an der Zucht und vermischte
vermutlich Rassen wie Rottweiler, Schäferhundetypen,
Pinscher und Weimaraner.
Heraus kam schließlich der “Dobermann”,
der bis heute seine Natur als Beschützer und Wachhund
bewahrt hat. Der wachsame Vierbeiner wurde gerne als
Polizeihund, aber in den Weltkriegen auch als Melde-
Minensuch- Jagd- und Sanitätshund eingesetzt.
Der
Dobermann ist ein Hund von eleganter Erscheinung.
In stolzer Haltung bewegt er sich geschmeidig und elastisch,
mutet geradezu aristrokatisch an.
Seine Augen blitzen wach und intelligent aus einem
schmalen, eher keilförmigen Kopf.
Die Fellfarben variieren zwischen schwarz, braun und
blau mit rötlichen Abzeichen.
Im Allgemeinen gilt der kraftvolle Geselle als freundlich,
anhänglich und kinderlieb.
Die Charaktermerkmale des Dobermanns sind Mut, Arbeitseifer,
hohe Intelligenz sowie eine hohe Leistungsbereitschaft.
Eine gute Portion Selbstsicherheit und Temperament,
gepaart mit Furchtlosigkeit, gehören ebenfalls
zum typischen Dobermann.
Als Familienhund liebt
er das Zusammensein mit seinen Lieben, möchte sich
beachtet und integriert fühlen.
Den ganzen Tag faulenzen oder einfach neben seinem Besitzer
herschlüren langweilt ihn. Deshalb sollte dieses
wendige Kraftpaket natürlich körperlich und
geistig beschäftigt werden.
Eine Aufgabe, vielleicht als Reitbegleitung oder sportliche
Herausforderungen, wie Agility, sind für ihn ein
echtes Glück.
Keinesfalls darf er unausgelastet sein. Dies
kann zu Ungehorsam und Unzufriedenheit führen.
Auch im Wachdienst ist er prima aufgehoben, nimmt seine
Aufgaben ernst und erledigt sie wie ein echter Profi.
Er braucht Aufmerksamkeit, Lob und viele Streicheleinheiten.
Selbstverständlich ist bei der Erziehung eine klar
definierte Rangfolge wesentlich, genauso wie Disziplin
und Konsequenz.
Der Dobermann muss frühzeitig
lernen, sich unterzuordnen. Die Damen
dieser Rasse sind häufig sanfter, empfindsamer,
aber auch misstrauischer gegenüber Fremden.
Ein Rüde kann schon mal sehr ungestüm sein,
probiert gerne dies und das, um Dominanz zu zeigen.
Ein frühzeitiges
Gehorsamstraining sollte deshalb sein Temperament in
entsprechende Bahnen lenken. Mit etwa
drei Jahren hat sich die Persönlichkeit des Tieres
voll entwickelt.
Der Dobermann ist kein Anfängerhund, sondern gehört
in die Hände erfahrener Hundehalter, denn fehlerhafte
Erziehungsmaßnahmen sind gerade bei dieser Rasse
nicht so einfach zu beheben.
So herzlich und fröhlich er in seiner Familie
agiert, so konsequent und hart kann er sich Fremden
gegenüber zeigen. Hier ist Fingerspitzengefühl
seitens des Besitzers gefragt.
Grundsätzlich ist
der Dobermann robust und unempfindlich, braucht aber
eine hochqualitative Ernährung.
Kälte mag diese Rasse nicht so gerne. Gerade Hündinnen
zittern im Winter schon mal vor sich hin, weshalb sie
ihren Kuschelplatz im Haus brauchen.
Dobermänner sind sehr saubere Tiere und legen
viel Wert auf Reinlichkeit.
Wer sich die Erziehung dieses beeindruckenden Hundes
zutraut, wird einen klugen, anhänglichen, mutigen
und gehorsamen Begleiter an seiner Seite haben. Die
Lebenserwartung dieses edlen Hundes liegt bei ungefähr
dreizehn Jahren.
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