| Durchfall
ist eines der häufigsten Symptome, die dem Tierhalter
als Störung des Allgemeinbefinden des Tieres auffallen.
Durchfallmedikamente auf opioid Basis (Imodium) sind
bei einer bakteriellen Magen- Darminfektion ungeeignet.
Auch die routinemäßige Anwendung von Antibiotika
ist bei akuten Durchfällen unnötig. Sinnvoll
finden Antibiotika Einsatz bei nachgewiesenen bakteriellen
Infektionen bzw. bei schweren Schädigungen der
Darmschleinhaut.
Reis die ideale Grundlage
einer Schondiät.
Einfacher Kochbeutel-Reis , pur , zubereitet ohne Salz
und fast breiig gekocht, wirkt sofort.
Da diese "Diät" nur für ein paar
Tage nötig ist und auch die Möglichkeit einer
Allergie besteht, sollten Sie auf Zusätze (z.B.Huhn
oder Pute) verzichten.
Normalerweise passiert der Nahrungsbrei innerhalb von
8-10 Stunden den Dünndarm, dabei werden 80 % des
Wassers aus dem Nahrungsbrei in den Körper aufgenommen.
Auch im Dickdarm und Enddarm wird weiter Wasser resorbiert
und so die Festigung des Kotes erreicht.
Bei Störungen dieses Verdauungsprozesses kommt
es zu einer beschleunigten Darmperistaltik und somit
zu einer verkürzten Verdauungszeit. Dabei kann
nur wenig Wasser aufgenommen werden. Durch Störungen
der Darmzotten kann es auch zu einer zusätzlichen
Ausscheidung von Flüssigkeit kommen.
Die
meisten Durchfälle sind bereits nach ein bis zwei
Tagen,
meist ohne Therapie, durchgestanden.
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Stellen
Sie Ihrem Hund während der ganzen Zeit genug
zu trinken hin. Mit dem Durchfall
verliert der Körper Flüssigkeit und
Mineralien. Achten Sie darauf, daß er genug
trinkt. Bewährt hat sich einfacher gekochter
Reis(fast breiig) ohne Zutaten und Tee.
Wenn sich ihr Hund im Wesen verändert, zu
brav ist, einen geschlauchten Eindruck erweckt,
gehen Sie bitte zum Tierarzt.
Häufige
Ursachen:
Hat er etwas auf der Straße gefressen ?
Hat er etwas anderes gefressen als sonst ?
Wurde er gerade entwurmt ?
Hat er ein neues Futter bekommen ?
Hat er Katzenfutter genascht ?
Hat er rohes Fleisch gefressen ? Wurde er frisch
geimpft ?
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Ursachen von Verdauungsstörungen
Ernährungsfehler
- Essensreste, Futterwechsel,minderwertiges Futter
Infektioese Ursachen
- Bakterien
- Viren
- Parasiten (Würmer)
Entzündliche Erkrankungen
- Futtermittelallergien
- IBD (inflammatory Bowl Disease)
Störungen der Verdauungssekrete
- Leber-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sowie
Nierenerkrankungen.
- Einige Hormonerkrankungen, wie z.B. "Addison"
Erkrankung.
Auch Stress
- Prüfungen, Halterwechsel, Ferienaufenthalt,
Familienzuwachs usw.
Im
Winter
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Im
Sommer am Strand
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Das Allgemeinbefinden des Tieres, die Farbe und Konsistenz
des Kotes, Häufigkeit und Menge des Kotabsatzes
sowie weitere Krankheitssymptome können wichtige
Hinweise auf die Schwere der Erkrankung geben.
Behandlung
Wenn Ihr Hund lediglich Durchfall, dabei klare Augen
hat und auch sonst keinerlei Zeichen von Schwäche
erkennen läßt kann nachfolgendes versucht
werden.
Als "Erste Hilfe
Massnahme" kann folgendes versucht werden
1.
Die Diätbehandlung beginnt mit mindestens 24-stündigem
absolutem Hungern
(Wasser
oder Tee muß auf jeden Fall angeboten werden!).
Dieser Nahrungsentzug ist dringend erforderlich, um
den Darmzotten Zeit zur Regeneration zu geben. Jede
Fütterung in dieser Zeit führt zu weiteren
Darmstörungen und verlängert die Genesungszeit.
In dieser Zeit sollte nur Wasser oder Tee lauwarm angeboten
werden.Am zweiten Tag muß ihr Hund etwas fressen. Schondiät bei Durchfällen
2.
Nach der Fastenzeit wird langsam und in mehreren kleinen
Mengen angefüttert. Die besten Erfolge erreichen
Sie mit gekochtem Reis oder Kartoffelbrei mit fettarmen
Rinderhack oder magerem Geflügelfleisch ( z.B.
Brustfleisch ohne Haut ). Auch Hüttenkäse
oder Magerquark gelten als Diät bei Durchfällen.
Wichtig ist bei einer Diät-Kombination zu bleiben,
ein Wechsel der Diät belastet den Darm erneut.
5 - 8 kleine Mahlzeiten entlasten den Darm weiterhin.
Diese Diät wird mindestens drei Tage oder bis zur
deutlichen Besserung der Kotkonsistenz durchgeführt.
Es gibt aber selbstverständlich auch eine Reihe
von sehr guten kommerziellen Diätfuttermitteln,
die den Vorteil haben, dass sie ausgewogen sind- und
Sie nicht kochen müssen.
3.
Nach der Besserung der Konsistenz des Kotes wird langsam
das Normalfutter zur Diät zugefüttert. Dabei
empfiehlt sich, die Menge wie folgt zu erhöhen:
- 1.Tag
25 % Normalfutter,
- 2.Tag
50 % Normalfutter,
- 3. Tag
75 % Normalfutter.
Ein zu schneller Wechsel zum Normalfutter kann wie
ein Futterwechsel
erneut zu Durchfallsymptomen führen !
In den meisten Fällen gehen akute Durchfallerkrankungen
schnell vorbei und sprechen auf eine symptomatische
Therapie gut an. Chronische Diarrhoen sind teilweise
langwierig zu behandeln und können den Hund zu
einem Dauerpatienten machen.
Sollte diese Behandlung
nicht innerhalb von 1-2 Tagen helfen,
oder wenn Ihr Tier erbricht, oder keine Flüssigkeit
mehr zu sich nimmt,
dann sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen
!
/rk
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