Der
English Coonhound – tüchtig, unempfindlich
und kinderlieb
Der English Coonhound wurde im 19. Jahrhundert in Virginia,
Tenesee und Kentucky gezüchtet. Als echter Amerikaner,
stammen seine Vorfahren wahrscheinlich aus Frankreich.
In erster Linie ist der Coonhound ein Jagdhund, beispielsweise
wird er bei der Jagd auf Waschbären oder Opossums
eingesetzt. Sie spüren die Waschbären auf,
geben Spurlaut und jagen die Tiere auf Bäume und
verbellen sie
.In einigen Gebieten finden diesbezüglich Wettbewerbe
statt. Der tüchtige Vierbeiner gilt als ausdauernd
und zuverlässig.
Der
English Coonhound hat für gewöhnlich weißes,
rot gesprenkeltes oder geflecktes, kurzes, raues Fell.
Auch andere Farben sind anzutreffen. Rüden dieser
Rasse sind erheblich größer als das weibliche
Pendant.
Arbeitseifrig wie er ist, kann es schon mal vorkommen,
dass er auf Bäume klettert, wenn er einem Tier
folgen möchte, oder etwas Interessantes entdeckt
hat.
Man kann ihm aber beibringen, dass er dem Jäger
nur Spurlaut gibt und am Boden bleibt.
Der Coonhound wird als Gebrauchshund für den
Jäger gezüchtet, gibt aber auch einen prima
Begleithund ab.
Der agile Geselle ist
wachsam, selbstbewusst und kontaktfreudig.
Da er sehr aktiv ist, kann man ihn nicht in einer kleinen
Stadtwohnung halten.
Er braucht neben ausreichend Freiraum auch geistige
Beschäftigung. Bei der Erziehung ist ein gewisses
Maß an Autorität und Konsequenz nötig,
denn nicht immer nimmt er Kommandos als gegeben hin.
Aufgrund seiner Unabhängigkeit “überlegt”
er schon mal, ob das Gewünschte sinnvoll ist. Er
muss also frühzeitig lernen, das sein Besitzer
der Chef ist. Dann ist er gehorsam und eifrig bemüht,
alles richtig zu machen, freut sich sehr über Lob
und Anerkennung.
Allerdings sind harte Worte und Druck kein gutes Mittel.
Mit Ruhe, Geduld und immer neuen Herausforderungen erreicht
man sein angestrebtes Erziehungsziel schneller. Wird
er früh sozialisiert, ist er auch Fremden gegenüber
offener.
Auch mit anderen Haustieren gestaltet sich dann ein
Zusammenleben friedlich.
Doch seine Passion ist
das Jagen. Mit ausgezeichnetem Spürsinn
und Schnelligkeit ausgestattet, ist er unermüdlich
im Gelände unterwegs. Bei Spaziergängen sollte
man ihn tunlichst im Auge behalten, denn sonst kann
es passieren, dass er interessanten Düften nachjagt
oder bellend vor einem Baum sitzt.
Möchte man einen English Coonhound aufnehmen,
sollte man bedenken, dass genügend Auslauffläche
im Außenbereich vorhanden ist. Ausgedehnte, tägliche
Spaziergänge in freier Natur, Jogging oder Ballspiele
sollten zum Programm gehören.
Der energiegeladene Coonhound orientiert sich stark
an seinem Besitzer und braucht Struktur. Lässt
man ihm eine klar definierte Führung angedeihen,
ist er anhänglich, liebenswert und kontaktfreudig.
Ein passiver Halter, der lieber auf dem Sofa lümmelt,
ist nichts für den robusten Coonhound. Die Lebenserwartung
dieser Rasse liegt bei etwa elf bis zwölf Jahren.
© 2011ChKrb
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