Der
English Setter – ausgezeichneter Jagdhund mit
liebenswertem Charakter
Als Nachkomme des langhaarigen Spaniels und des spanischen
Perdigueros ist die Rasse bereits seit dem 16. Jahrhundert
bekannt. 1825 wurde diese Art von Edward Laverack als
gleichnamiger Laverack Setter bezeichnet.
Der heutige English Setter ist ein sehr beliebter Begleit-
und Familienhund und besonders in den USA, Frankreich
und Skandinavien stark verbreitet. Er ist außerdem
ein ausgezeichneter Jagdhund, der sich jedem Gelände
anpasst.
Das
Haarkleid des schlanken, schönen English Setters
ist fein, glatt und seidenweich. Die Farben variieren
zwischen schwarz-weiß,
weiß-braun, weiß-orange- oder gelb sowie
dreifarbig in Tricolor.
Das Fell ist mit Flecken oder Tüpfelungen versehen
und auch gestromt anzutreffen.
Als Vorstehhund bei der Jagd macht er seinem Namen
alle Ehre, indem er sich beim Auffinden des Wildes beinahe
hinsetzt (set).
Der English Setter ist
ein besonnen arbeitender Jagdhund. Schwankende
Temperaturen machen ihm nichts aus, denn sein Fell schützt
ihn vor den Unbilden des Wetters.
Er gilt als sanft und ruhig, ist freundlich zu Kindern
und verteilt großzügig seine Zuneigung.
Im Freien ist er temperamentvoll und lebhaft, während
er drinnen auch mal relaxed in der Ecke liegen kann.
Allerdings verfügt er auch über einen Schuss
Eigensinn, und ein allzu sanftmütiger Halter kann
Schwierigkeiten bei der Erziehung des intelligenten
Vierbeiners bekommen.
Der English Setter benötigt
Struktur, Regeln und eine klar definierte Rangfolge.
Eine ruhige, aber bestimmte Führung ist ein wesentlicher
Aspekt beim Training. Harte Worte, Zwang und Druck sind
hierbei nicht die richtige Wahl.
Der English Setter ist sehr sensibel und reagiert empfindlich
auf rüde Trainingsmethoden. Seine Menschen und
sein Territorium bewacht er und drückt sein Missfallen
durch lautes Gebell aus.
Der English Setter liebt es, durch's Gelände
zu streifen und spannenden Gerüchen zu folgen.
Daneben spielt er gerne mit Artgenossen, buddelt mit
Eifer und ist ein guter Springer.
Er braucht in jedem Fall
ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung.
Wird er unterfordert oder ist zu häufig allein,
kann es zu ausgedehnten Bellattacken oder destruktivem
Verhalten kommen.
Am wohlsten fühlt er sich in ländlichen
Gegenden und einem Haus mit viel Auslauf- und Tobefläche
drumherum. Läuft man viel mit dem agilen Setter,
bietet ihm daneben Spaß und Spiel, entwickelt
er sich zu einem treuen, sanften und liebenswerten Begleithund,
auf den man sich verlassen kann.
Sein angeborener Jagdinstinkt sollte dabei aber nie
außer Acht gelassen werden. Die Rasse kann zu
Hüftdysplasien neigen und die Hündinnen zu
Scheinschwangerschaften. Ebenso ist es wichtig, den
Hund nicht zu überfüttern, da diese Rasse
schnell an Gewicht zulegen kann.
Das seidige Fell benötigt
regelmäßige Bürstenstriche, damit es
nicht verfilzt. Die Lebenserwartung
des vielseitigen Talents liegt bei elf bis zwölf
Jahren.
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