Der
Epagneul bleu de Picardie (Blauer Picardie-Spaniel)
– echter Kinderfreund, gehorsam und ruhig
Als Vorstehhund vom Typ des französischen Spaniels
ist der Epagneul bleu de Picardie ein leidenschaftlicher
Jäger.
Er entstammt einer Gegend in Nordwestfrankreich und
ist durch sein blaue Fellfarbe auffällig. Der blaue
Spaniel wurde insbesondere zur Jagd auf Federvieh wie
Sumpf- und Wasservögel eingesetzt.
Im Jahr 1904 fand diese Spanielart bei einer Hundeausstellung
besondere Beachtung und erhielt umgehend einen eigenen
Standard. 1921 gründete man eigens für den
Epagneul bleu de Picardie einen eigenen Club.
Der
blaue, schlanke Spaniel bekommt seinen beeindruckenden
Blauschimmer durch das grauschwarze getüpfelte
Fell.
Das weiche, seidige Haarkleid kann glatt bis wellig
vorkommen, seine Ohren sind ebenfalls von feinem, gewellten
Haar umgeben.
Das Fell sollte täglich gebürstet werden.
Um Verklettungen zu vermeiden, kann auch vorsichtig
mit der Schere gearbeitet werden.
Manch ein Jäger hält den schönen Spaniel
nach wie vor für ein Halbblut, dabei ist er von
enormer Tatkraft, darüber hinaus schnell, ausdauernd
und lebhaft. Hat also alles was ein echtes Jagdtalent
braucht.
Weite Strecken legt er mühelos zurück, wobei
er sich dem jeweiligen Gelände hervorragend anpasst.
Sein dichtes Fell schützt ihn vor Dornen und allerlei
Gestrüpp, wenn er sich aufmacht, unerschrocken
im dichtesten Busch nach Beute zu stöbern.
Auch Apportieren gehört zu seinen Fähigkeiten.
Der muntere Geselle ist
leicht zu führen, gehorsam, arbeitseifrig und von
ruhigem Wesen. Gegenüber Fremden
ist er freundlich, und er wartet geduldig, wenn Frauchen
oder Herrchen Besorgungen machen.
Zärtlich, verspielt und humorvoll ist er ein prima
Spielgefährte für Kinder. Er passt auf sie
auf, und meldet seiner Familie, falls irgendetwas nicht
in Ordnung ist.
Der Epagneul bleu de Picardie braucht die Möglichkeit,
sich auzutoben. Im Garten rennen, toben und spielen
ist sein Metier. Als echter Naturbursche mag er Gärten,
die auch mal durchwühlt werden können, ohne
das gleich Panik wegen zerstörter Blumenrabatten
aufkommt. Er liebt es zu stöbern und in allerlei
Gebüsch zu kriechen.
Mit anderen Haustieren kommt er in der Regel gut klar,
wird aber auch der Hauskatze schon mal nachjagen, ohne
Böses im Sinn zu haben. Schließlich muss
er seiner Jagdehre genügen.
Bietet man diesem Exemplar genügend Freiraum,
Wanderungen, Spiel und Spaß, entwickelt sich der
smarte Geselle zu einem glücklichen Hund, der liebend
gern Teil der Familie ist.
Seinen Besitzern ist er treu ergeben, dabei anhänglich
und loyal.
Um den Glanz seines seidigen Fells zu bewahren, eignet
sich zum Beispiel Sonnenblumen- oder Maisöl als
Futterzusatz. Wird der blaue Spaniel zur Jagd eingesetzt,
braucht er aufgrund des erhöhten Energieverbrauchs
natürlich größere Futtermengen. Die
durchschnittliche Lebenserwartung des hübschen
Spaniels liegt bei etwa zwölf bis vierzehn Jahren.
© 2011ChKrb
|