Der
Eskimohund – eigenständig, stark und durchtrainiert
Tausende von Jahren transportierte der Eskimohund alles,
was die Inuit zum Leben brauchten. Als absolut verlässliche
Gebrauchshunde war und ist er körperlich und geistig
stark und leistungsfähig.
In klirrender Kälte legte der Eskimohund bis
zu zehntausend Kilometer zurück. Selbst großer
Druck und Stress machten ihm nichts aus. Unempfindlich
und robust erledigte er seine Aufgaben, war dazu in
der Lage, seinen Weg selbständig zu finden. Trotz
der enormen Anstrengungen kam der kräftige Eskimohund
mit wenig Nahrung aus.
Möchte
man einen Eskimohund zu sich nehmen, sollte man sich
vorab umfassend über Haltungsbedingungen und Wesenszüge
dieser Tiere erkundigen. Als echter
Naturbursche hat er einen ausgeprägten Rudeltrieb
und muss sich an das Zusammenleben mit Menschen gewöhnen.
Er sollte in Gesellschaft von Artgenossen gehalten
werden.
Deshalb gehört diese
Rasse ausschließlich in erfahrene Hundehände.
Seine Erziehung ist nicht einfach, ist der Eskimohund
doch stark durch seine Eigenständigkeit geprägt.
Dazu ist er mit einer guten Portion Temperament und
Energie ausgestattet.
Kommandos nimmt er oft nicht einfach so hin, sondern
“hinterfragt” schon mal den Sinn.
Deshalb sollte sein Besitzer über die nötige
Geduld und Konsequenz bei der Erziehung verfügen.
Wichtig ist, dass der kälterprobte Geselle frühstmöglich
lernt, Respekt vor seinem Führer zu entwickeln,
ihn als Alphatier akzeptiert.
Lässt man ihm unerwünschte
Verhaltensweisen durchgehen, ist es schwer, Erziehungsfehler
im Nachhinein zu korrigieren.
Was der Eskimohund macht, macht er richtig –
ob es dabei ums Fressen, Arbeiten oder Trainieren geht.
In Nullkommanix ist der Napf leer gefressen. Beim Trainieren
oder Arbeiten ist er dagegen konzentriert bei der Sache.
Spannt man ihn vor einen Schlitten, ist er nicht mehr
zu halten. Seine Power und enorme Energie treiben ihn
voran. Ein bisschen ausruhen zwischendurch, und weiter
geht's.
Der Eskimohund ist durchaus zu wahrer Hundeliebe gegenüber
seinem Besitzer fähig, baut nach und nach eine
Bindung auf, ist aber natürlich kein Kuschel- oder
Sofahund.
Sein Selbstvertrauen und seine Eigenständigkeit
dürfen nie unterdrückt werden. Dass er keine
große Hitze mag, versteht sich von selbst. In
jedem Fall braucht er einen großen Außenbereich
mit schattigen Plätzen, ausreichend körperliche
und geistige Beschäftigung und einen Besitzer,
der über fachmännisches Hundewissen verfügt.
Auf keinen Fall ist der Eskimonohund für Menschen
geeignet, die wenig Zeit haben. Der stolze, starke Vierbeiner
hat eine Lebenserwartung von bis zu zwölf Jahren.
© 2011ChKrb
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