Finger weg von Angeboten unseriöser
HändlerInnen und ZüchterInnen
Derzeit mehren sich in Zeitungen und im Internet Inserate,
in denen unseriöse HändlerInnen/ZüchterInnen
Hunde- und Katzenwelpen anbieten. Diese Jungtiere sind
oft schwer krank und mussten durch Transport, frühe
Trennung von der Mutter sowie schlechte Haltungsbedingungen
schweres Leid erfahren.
Die meist illegal importierten
Welpen werden in ihren Herkunftsländern mit
billigsten Mitteln aufgezogen.
Notwendige Impfungen und Behandlungen fehlen.
Die geschwächten Jungtiere leiden an den
Folgen des langen Transports und der schlechten
Betreuung.
10 Punkte-Check der Tierschutzombudsstelle
Wien hilft
"Finger weg!" von solchen unseriösen
Angeboten rät die Tierschutzombudsstelle Wien (TOW).
Um das unnötige Tierleid beim Welpenkauf zu vermeiden,
hilft der 10 Punkte-Check mit Ratschlägen für
die richtige Welpenanschaffung:
Wer sich nach reiflicher Überlegung für
die Anschaffung eines Hundes/einer Katze entscheidet,
sollte sich zunächst in einem Tierheim umsehen.
Dort warten viele Tiere sehnlichst auf einen guten
Platz!
Wer trotzdem lieber einen zum Verkauf bestimmten
Welpen erwerben möchte, wende sich an eine/n
seriöse/n Züchterin/Züchter.
Seriöse ZüchterInnen haben keine Tiere
"auf Lager". Die Auswahl ist beschränkt,
z.B. werden nicht viele verschiedene Rassen, sondern
im Idealfall nur eine einzige gehalten.
Muttertier und Welpen können besucht werden.
Beide machen einen freundlichen Eindruck und die Welpen
reagieren weder ängstlich noch aggressiv.
Die Tiere stehen unter tierärztlicher Betreuung.
Schauen Sie sich den Gesundheits- und Pflegezustand
der Tiere kritisch an! Die Augen sollen klar, das
Fell sauber sein.
Die Welpen müssen mindestens acht Wochen alt,
schon erstmalig geimpft und entwurmt sein. Im Impfpass
sollten die entsprechenden Eintragungen nachgeprüft
werden können.
Lassen Sie sich den Kauf mit einer Rechnung (Gewährleistung!)
bestätigen. Fragen Sie immer nach der Herkunft
der Welpen. Tiere aus dem Ausland müssen über
eine Pet-Pass verfügen.
Kaufen Sie niemals aus Mitleid einen Welpen!
Überschlafen Sie in jedem Fall Ihre Kaufentscheidung
eine Nacht!
Wenn Ihnen ein Verkaufsangebot zweifelhaft vorkommt
- und besonders wenn die Tiere krank erscheinen, wenden
Sie sich möglichst rasch an die zuständigen
Behörden.
Die Welpenstatistik des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) weist im Jahr 2007 mit mehr als 89.000 eingetragenen Welpen ein Wachstum von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf.
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