Die
Finnenbracke – Jagdleidenschaft gepaart mit Schnelligkeit
und besonnenem Wesen
Im 19. Jahrhundert begann die offizielle Zucht eines
der beliebtesten Gebrauchshunde Finnlands. Bei der Entstehung
der Rasse waren französische sowie deutsche und
schwedische Laufhunde beteiligt. Die Finnenbracke ist
ein talentierter Spürhund, als Apportierhund dagegen
weniger geeignet.
In seiner Heimat ist dieser Jagdhund hoch geschätzt,
in anderen Ländern nicht so bekannt. Ihren Einsatz
findet die Finnenbracke als Jagd- und Begleithund.
Der
etwa 25 kg schwere Jagdhund ist dreifarbig, wobei das
Fell dicht, gerade und eher harsch ist. Die dichte Unterwolle
ist von weicher Beschaffenheit.
Während die Finnenbracke in häuslicher Umgebung
ein recht ruhiges Verhalten an den Tag legt, dreht sie
bei der Jagd richtig auf. Leidenschaftlich und von enormem
Arbeitseifer getrieben, bewältigt sie ihre Aufgaben.
Wachsam, mutig und ausdauernd fegt sie durch's Gelände.
Im Sommer ist die Finnenbracke hocherfreut, kann sie
doch ihre Talente insbesondere bei der Jagd auf Fuchs
und Hase unter Beweis stellen.
Außerhalb der Jagdsaison macht es sich die arbeitseifrige
Bracke bei ihrer Familie gemütlich, was nicht heißt,
das jetzt eine ruhige Kugel geschoben wird. Bewegung
und Beschäftigung müssen auch dann auf dem
Plan stehen.
Als Nichtjäger fühlt
sich die Finnenbracke nicht recht ausgelastet.
Ein paar Trainingseinheiten nebenbei erledigt die clevere
Bracke gerne. Laufen, Toben, Spielen und natürlich
ausgedehnte Wanderungen durch Wald und Flur sollten
zum Winterprogramm gehören.
Ist die Finnenbracke ausgelastet, hat sie auch nichts
gegen gelegentliches Relaxen.
Die Erziehung der pfiffigen
Bracke sollte wie bei allen Jagdhunden von einem erfahrenen
Besitzer vorgenommen werden. Er hat
die nötige Geduld, Ausdauer und Konsequenz und
findet zudem den richtigen Ton. In der Regel lernt der
aufmerksame Jagdhund aber rasch, setzt gehorsam Kommandos
um und wartet neugierig auf neue Lernaufgaben.
Mit Kindern und Artgenossen kommt die gutmütige,
sanfte Finnenbracke gut klar. Ihre Ruhe und Duldsamkeit
ist sprichwörtlich.
Die Finnenbracke gilt als schneller Läufer und
arbeitet bei der Jagd hochkonzentriert, gibt Spurlaut
und folgt der Beute zielgerichtet. So schnell lässt
sie sich nicht ablenken. Bekommt sie dann ordentlich
Lob und Tätscheleien, sprüht sie regelrecht
vor Glück.
Für die Stadt eignet
sich der agile Jagdhund nicht. Er braucht
ein Zuhause mit viel Auslauffläche, die man sorgsam
einzäunen sollte, weil die fidele Bracke sonst
schon mal stiften geht. Der Duft der großen weiten
Welt ist auch allzu verlockend. Natur, Freiraum, eine
Aufgabe und ein liebender Besitzer sind beste Voraussetzungen
zur Haltung des agilen, robusten Vierbeiners. Die Finnenbracke
hat eine Lebenserwartung von etwa zwölf Jahren.
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