Der
Finnische Spitz – mutig, entschlossen und anspruchslos
Die Geschichte über die Entstehung der Rasse ist
weitestgehend unbekannt. Fest steht, das 1892 der Standard
Finnen-Spitz aufgestellt wurde.
In Finnland begleitet der Spitz die Menschen seit Langem.
Er wurde als Gebrauchshund gezüchtet, dem klirrende
Kälte und Schnee nichts ausmachen.
Auch als unermüdlicher Jagdbegleiter steht der
Finnische Spitz hoch im Kurs. Mit kräftigem Bellen
macht der robuste Vierbeiner entweder auf gestellte
Beute oder auf die zu verfolgende Spur aufmerksam. Die
Zucht dieser Hunde ist nicht unbedingt einfach, weil
die Würfe nur wenige Welpen hervorbringen.
Der
Finnische Spitz hat langes, eher steifes Haar, das in
den Farben rotbraun sowie fuchsrot bis goldbraun vorkommen
kann.
Seine Ohren sind spitztypisch und keck aufgerichtet.
Der als angenehm und anspruchslos geltende Spitz ist
als vielseitiger Jagdhund einsetzbar, wobei er besonders
auf Birk- oder Auerwild spezialisiert ist. Aber furchtlos
wie er ist, trauen sich manche Exemplare selbst an Elche
heran.
Robust, hartnäckig und widerstandsfähig ist
er zudem mit einer guten Portion Mut ausgestattet. Unerschrocken
erfüllt er seine ihm zugedachten Aufgaben.
Seine Eigenständigkeit
macht ihn zu einem unabhängigen Gesellen, der weiß
was er will. Die leisen Töne liegen
ihm nicht so.
Sein Gebell ist kraftvoll, und Entdeckungen oder selbständig
gestelltes Wild zeigt er seinem Besitzer lautstark an.
Seinem Halter gegenüber ist der lebhafte Spitz
freundlich und gutmütig.
Als Jagdhund braucht
er einen erfahrenen Besitzer, der die Erziehung und
Ausbildung mit einer Mischung aus Geduld und Konsequenz
betreibt. Denn durch die Gewohnheit,
selbständig Entscheidungen zu treffen, kann er
schon mal mit Eigensinn reagieren.
In der Regel ist der Finnische Spitz jedoch leicht
zu führen, dabei aufmerksam und gehorsam.
Außerhalb der Jagdsaison, oder wenn er ausschließlich
als Begleithund gehalten wird, ist in jedem Fall für
ausreichend Bewegung und Beschäftigung zu sorgen.
Ein großer Außenbereich mit reichlich Auslauffläche,
dazu ein Programm aus langen Spaziergängen oder
Trainingseinheiten, machen den agilen Spitz glücklich.
Hat der aktive Finnenspitz seinen Besitzer oder seine
Familie ins Herz geschlossen, ist er ihnen treu ergeben,
freut sich sehr über Streicheleinheiten und verteilt
selbst großzügig seine Zuneigung.
Fremden gegenüber kann er etwas distanziert sein,
bleibt erstmal eher abwartend im Hintergrund.
Der Finnische Spitz liebt die Natur und seine Freiheit.
Stundenlang in Eis und Schnee toben ist ganz nach seinem
Geschmack. Leichtfüßig läuft er durch's
Gelände, Unebenheiten umgeht er problemlos.
Ein wackerer Geselle,
der alles andere als pingelig ist. Je
mehr Stöber- und Schnüffelfläche er zur
Verfügung hat, desto mehr Freude macht ihm sein
Hundeleben. Für den Jäger ist der ausdauernde
Finne eine echte Bereicherung, aber auch als Begleithund
ist er ein anhänglicher, verlässlicher Hundepartner,
den man schnell ins Herz schließt.
© 2011ChKrb
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